Als Gianni Infantino 2016 das Amt des FIFA-Präsidenten von Sepp Blatter, dem Korruption vorgeworfen wurde, übernommen hatte, war sein großes Ziel, den Fußball wieder sauber zu machen.
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Zehn Jahre später wirkt es, als wäre Blatter noch ein Segen gewesen. Infantino macht bei dieser WM, was er will. Er führte Trinkpausen ein, um zusätzliche Werbeplätze zu schaffen, flog im Privatjet von Spiel zu Spiel und als Höhepunkt der Skandal-Akte mischte er sich in den Turnierverlauf ein und ließ die Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun aufheben.
Der Widerstand gegen den 56-jährigen Schweizer Spitzenfunktionär wächst zunehmend. Doch nun legt er den nächsten Aufreger nach.
Infantino will es so
Beim Finale am Sonntag greift der umstrittene Fußball-Boss erneut ein und bricht eine heilige Regel.
Schon im Vorfeld des Turniers wurde bekannt, dass die Verantwortlichen eine Halftime-Show im Stil des Super Bowl planen. Um die Gemüter zu beruhigen, sprach man aber während des Turniers davon, dass der Show-Act mit Shakira, Justin Bieber, Madonna, Coldplay und vielen mehr nur elf Minuten dauern würde.
Doch nachdem weitere Star-Auftritte beim Endspiel in New York enthüllt wurden, gab es neue Gerüchte über eine XXL-Halftime-Show. Denn statt der Mini-Auftritte soll das Bühnen-Spektakel ganz nach dem Wunsch von Infantino stolze 30 Minuten dauern. Damit könnte die Halbzeitpause 35 bis 40 Minuten dauern, denn wenn der Schiedsrichter die Spieler in die Kabine schickt, muss danach noch die Bühne aufgebaut werden.
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