Regen kommt

Erste Überflutungen: Nach Hitze drohen jetzt Überschwemmungen

Ein rotes Feuerwehrfahrzeug der Feuerwehr Matrei steht mit Blaulicht am Straßenrand.
© Feuerwehr Matrei am Brenner
Nach der ewig langen Hitzewelle rollt jetzt die Regenwalze über Österreich. Es gibt bereits erste Überflutungen.
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Nach Wochen glühender Hitze sehnen Millionen Österreicher den erlösenden Regen herbei. Doch wenn der Himmel nach langer Dürre endlich seine Schleusen öffnet, droht vielerorts die nächste Katastrophe: schlagartige Überschwemmungen, volllaufende Keller und überflutete Straßen. Meteorologen und Geologen warnen regelmäßig vor diesem gefährlichen Naturphänomen.

Am Montag soll es erstmals seit dem 19. Juli landesweit Niederschlag geben. Doch aufgrund der vertrockneten Böden könnte genau das für noch größere Probleme sorgen.

Wetter-Experte Manuel Oberhuber prognostizierte, dass vor allem im Westen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter möglich sein werden. Am Abend meldete die "Tiroler Tageszeitung" bereits erste Überflutungen in einigen Tiroler Orten mit mehreren Feuerwehreinsätzen. In Matrei am Brenner war die Brennerstraße einige Zeit sogar gesperrt.

Boden ausgetrocknet

Der Hauptgrund für die Sturzfluten liegt im Zustand des Bodens. Wenn die Sonne die Erde über Wochen hinweg extrem austrocknet, verdichtet sich die oberste Schicht. Organische Substanzen im Boden bilden bei Hitze eine wasserabweisende Fettschicht – Experten sprechen von Hydrophobie.

Der Boden verhält sich in diesem Zustand ähnlich wie eine geneigte Glasplatte oder eine Betondecke. Trifft nun ein heftiger Sommerregen auf diese ausgedörrte Oberfläche, kann die Erde die Wassermassen schlichtweg nicht aufnehmen. Der Schwamm-Effekt, bei dem der Boden Feuchtigkeit aufsaugt, bleibt komplett aus.

Regenwasser rinnt nicht ab

Anstatt langsam einzusickern, schießt das Regenwasser ungehindert an der Oberfläche ab. Innerhalb weniger Minuten sammeln sich gewaltige Sturzbäche, die Hangrutschungen auslösen und Sturzfluten in Bäche und Flüsse spülen.

Zusätzlich geraten die städtischen Kanalisationen an ihre Grenzen. Die Entwässerungssysteme sind für solch plötzliche Wassermassen nicht ausgelegt, was zur raschen Überflutung von Unterführungen und Kellern führt. Erst wenn der Boden über längere Zeit hinweg durch leichten Nieselregen sanft aufgeweicht wird, kann er wieder normale Regenmengen absorbieren.

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