Das steckt dahinter
Erstes Skigebiet schaltet auch im Sommer Schneekanone ein
Im Family Park Klausberg im Ahrntal wird die Beschneiungsanlage an besonders heißen Tagen bewusst eingeschaltet – allerdings nicht, um Schnee zu produzieren, sondern um Besucher mit einem feinen Wassernebel zu erfrischen. Der Betreiber nennt die Attraktion "Regenbogenmaschine", weil in den Wassertröpfchen bei Sonnenschein ein bunter Regenbogen entsteht.
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Viel Kritik
In den sozialen Netzwerken stößt die Aktion jedoch auf scharfe Kritik. Viele Nutzer sprechen von einer Verschwendung wertvoller Wasserressourcen – gerade in Zeiten, in denen vielerorts zum Wassersparen aufgerufen wird.
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Die Skiworld Ahrntal widerspricht diesem Vorwurf. Die Schneekanone werde nur an besonders heißen Tagen um 14 Uhr für genau zwei Minuten eingeschaltet. Dabei verbrauche sie lediglich zwei Liter Wasser pro Sekunde, insgesamt also rund 240 Liter. Zum Vergleich: Im Winter arbeiten Beschneiungsanlagen mit einer Leistung von bis zu zehn Litern pro Sekunde.
Nach Angaben des Betreibers entstand die Idee eher zufällig. Bei einer jährlichen Wartung der Anlage sei die Schneekanone an einem heißen Sommertag kurz getestet worden. Die Kinder hätten den kühlenden Wassernebel begeistert angenommen. Daraus sei schließlich die Idee entstanden, den kurzen Test an Hitzetagen als Attraktion für Familien zu wiederholen.
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Auch beim Thema Wasser sieht sich die Skiworld zu Unrecht in der Kritik. Das Wasser stamme aus den natürlichen Quellen am Klausberg und fließe nach dem Einsatz über Bäche wieder ins Tal. "Wenn das Wasser nicht rausgespritzt wird, läuft es den Berg ohnehin hinunter", erklärt ein Sprecher. Zudem sei das Ahrntal ein wasserreiches Gebiet, weshalb weder Anwohner noch Landwirtschaft beeinträchtigt würden. Nach Angaben des Betreibers habe es von Gästen vor Ort bislang kaum Beschwerden gegeben – die Empörung spiele sich fast ausschließlich im Internet ab.
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