Ansage

Ex-FIFA-Vizepräsident will Infantino stürzen

Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner.
© Getty Images
Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner hat eine Kampagne zur Absetzung von FIFA-Präsident Gianni Infantino angekündigt.
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Hintergrund ist ein Eklat bei der Weltmeisterschaft 2026: US-Präsident Donald Trump soll Infantino persönlich angerufen haben, um die Überprüfung und Aufhebung einer Rotsperre für den US-Stürmer Folarin Balogun zu erwirken. Kurz nach dem Anruf hob die FIFA die Sperre tatsächlich auf, sodass Balogun im Achtelfinale gegen Belgien spielen konnte.

Infantino soll abgewählt werden

Warner wirft Infantino vor, den Sport in Verruf gebracht und die Integrität der unpolitischen FIFA zerstört zu haben. Er fordert, dass Infantino bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr für diese Einmischung abgewählt wird. Bedenken an seiner eigenen Glaubwürdigkeit – Warner trat 2011 im Zuge eines Bestechungsskandals zurück – wies er mit Nachdruck zurück und beteuerte seine Unschuld. Darüber hinaus nutzte Warner die Gelegenheit, die zunehmende "Gier" der FIFA anzuprangern, die sich in horrenden Ticketpreisen und dem Fehlen von Free-TV-Übertragungen zeige.

Bekannter Unterstützer

Unterstützung in der Sache erhielt Warner vom ebenfalls einst wegen Ethikverstößen gesperrten Ex-FIFA-Präsidenten Sepp Blatter. Dieser äußerte sich auf der Plattform X besorgt über die Integrität des Fußballs und betonte, dass Rote Karten ausschließlich durch Regeln und unabhängige Gremien aufgehoben werden dürften, niemals jedoch durch politische Anrufe und Machtspiele.

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