Scharfe Kritik

Weltmeisterin geht auf "verweichlichte Gesellschaft" los

Eine Skifahrerin in pinker Jacke springt beim Super-G über eine Schneekante.
© GEPA pictures/ Mathias Mandl
Ski-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer sorgt in einem Podcast für Aufsehen. Die Steirerin kritisiert die "verweichlichte Gesellschaft" hart.
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Schmidhofer war im Mindgames-Podcast zu Gast und ließ mit scharfer Kritik aufhorchen.

Vor allem die Arbeitsmoral der jungen Generation stößt der Super-G-Weltmeisterin von St. Moritz 2017 sauer auf.

"Wir haben eine Verweichlichung der Gesellschaft. Durchbeißen? Nein!", so die ehemalige ÖSV-Rennläuferin. Schmidhofer musste für ihren Erfolg im Ski-Weltcup selbst hart kämpfen, feierte ihre größten Erfolge erst spät in ihrer Karriere.

"Schauen wir, wo man mit 25 Stunden durchkommt oder man für's Nichtstun was bekommt", kritisiert sie. Viele junge Österreicher entscheiden sich bewusst gegen Vollzeit-Jobs, Work-Life-Balance ist oft wichtiger.

Auch an der Kindererziehung im Land lässt die 37-Jährige kein gutes Haar.

"Es geben viele sehr schnell nach. Man muss sich mal durchkämpfen. Man sieht es auch bei den Kindern in der Schule. Sobald irgendwo ein Konflikt besteht, stehen schon die Eltern da. Die müssen sich selber auch einmal durchkämpfen", so Schmidhofer.

Nicole Schmidhofer ging in 174 Weltcup-Rennen an den Start, feierte 4 Siege und holte 12 Podestplätze. Aktuell ist sie als ORF-Expertin bei den Damen-Speedrennen im Einsatz.

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