FTZ Garsten

Getöteter Häftling: Verdächtiger ist verurteilter Doppelmörder

Links eine Gefängnismauer mit Wachturm, rechts ein Mann vor Justizbeamten im Gerichtssaal.
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Der Tunesier hatte 2017 in Linz ein betagtes Ehepaar getötet. Nun laufen die Ermittlungen wegen Mordverdachts ein Mitinsassen (40).
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Nachdem am Montagnachmittag im Forensisch-Therapeutischen Zentrum (FTZ) Garsten ein 40-jähriger Häftling tot aufgefunden worden war, ermittelt die Staatsanwaltschaft Steyr wegen Mordverdachts. Bei dem 63-jährigen Verdächtigen handelt es sich allem Anschein nach um einen rechtskräftig verurteilten Doppelmörder, der im Sommer 2017 in Linz ein betagtes Ehepaar getötet hat, wurde der APA aus gut informierten Kreisen bestätigt.

Der Tunesier hatte sich seinerzeit kurz nach der Tat gestellt und gab als Motiv an, er habe ein Exempel an der Gesellschaft und der FPÖ, durch die er sich als Ausländer und Muslim diskriminiert fühlte, statuieren wollen. Ein Sohn des getöteten Paares arbeitete in einer von einem FPÖ-Politiker geführten Abteilung des Landes Oberösterreich, allerdings hatte die Familie kein Naheverhältnis zu den Freiheitlichen. In Linz wurde er 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Die psychiatrische Sachverständige Adelheid Kastner hatte ihm eine "querulatorische Persönlichkeitsstruktur" attestiert.

Was genau am Montag im FTZ Garsten passierte, war Dienstag noch Gegenstand der Ermittlungen. Das Justizministerium hatte Montagabend jedenfalls bestätigt, dass der 63-Jährige den Mitinsassen vorsätzlich getötet haben dürfte. Die Bluttat soll sich nach 15.00 Uhr auf einem Gang und damit nicht in einem Haftraum bzw. Zellen-Bereich ereignet haben. Die Tatwaffe - nach ersten Informationen ein messerähnlicher Gegenstand - wurde sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Steyr hat für Dienstagnachmittag nähere Informationen angekündigt.

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