nach Verfall
Gründerzeithaus von Otto-Wagner verkauft
Jahrelang stand das Gründerzeithaus in der Harmoniegasse 10 am Alsergrund weitgehend leer. Aufgrund des Leerstands und des fortschreitenden Verfalls wurde das Otto-Wagner-Gebäude immer wieder von Aktivisten besetzt. Diese machten zuletzt im April 2024 auf die Missstände in der Harmoniegasse aufmerksam, was einen Polizeieinsatz und die Räumung des Gebäudes zur Folge hatte.
Ziel der Aktivisten war es, mit provokanten Schriftzügen wie "Leerstand ist zum Speiben" auf die Immobilienspekulation aufmerksam zu machen.
Bisher befand sich das von Otto Wagner entworfene Haus im Besitz der städtischen Dr.-Eduard-Kaufmann’schen Armenstiftung. Die Verwaltung wurde mehr als 20 Jahre von der Stadt Wien über die Magistratsabteilung (MA) 40 koordiniert. Laut Website verfolgte die Stiftung den Zweck, "Fürsorge für hilfsbedürftige Familien, die an oder unter der Armutsgefährdungsgrenze leben und von Obdach- oder Wohnungslosigkeit bedroht sind", zu bieten.
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Grüne üben scharfe Kritik am Verkauf
Das Gebäude wurde nun, wie der ORF berichtet, für 4,1 Millionen Euro an die GESIBA, eine gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft im Eigentum der Stadt Wien, verkauft. Besonders die Grünen kritisieren den jahrelangen Leerstand mit Nachdruck.
"In der Harmoniegasse 10 haben jahrelang der Großteil der Wohnungen leer gestanden. Damit wurde der Zweck der gemeinnützigen Stiftung, deren wesentliches Kapital das Haus in der Harmoniegasse 10 war, nicht erfüllt. Dieses Missmanagement im Verantwortungsbereich des zuständigen Stadtrats Hacker stinkt zum Himmel", kritisiert der Klubobmann und Wohnbausprecher der Grünen Wien, Georg Prack.
Warum der Verkauf der leerstehenden Wohnungen nun um Jahre zu spät kommt und damit nun das Stiftungseigentum verkauft wird, ist für die Grünen nicht nachvollziehbar.
Die Grünen bekräftigen einmal mehr ihre Forderung nach einer Leerstandsabgabe: "Leerstand raubt Wiener:innen, die verzweifelt auf der Suche nach einem Zuhause sind, eine leistbare Wohnung. Gerade das Beispiel einer Immobilie unter städtischer Verwaltung zeigt, dass es ein Problem ist, wenn Leerstand keinen Preis hat. Die Stadtregierung muss hier endlich liefern", so Prack.
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