Wer fliegt auf?
Frankreich ordnet radikale Drogentests für Minister an
Frankreichs Regierung verschärft das Vorgehen gegen illegale Substanzen und nimmt dabei die eigene Verwaltung ins Visier. Premier Sébastien Lecornu hat unangekündigte und verpflichtende Speicheltests für hohe Beamte und Mitarbeiter in sicherheitsrelevanten Bereichen angeordnet.
Vorbildwirkung an der Spitze
Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Regierungsplans gegen den Drogenhandel, der rund 50 Einzelmaßnahmen umfasst. Lecornu ging bereits im Vorfeld mit gutem Beispiel voran: Bei einem überraschenden Test in seinem Amtssitz vor drei Wochen fielen alle Ergebnisse negativ aus. Die französische Regierung betont die Notwendigkeit dieser Schritte, um im Kampf gegen die organisierte Kriminalität glaubwürdig zu bleiben, was auch in Österreichs politischen Debatten rund um Suchtgiftprävention aufmerksam verfolgt werden dürfte.
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Diskussionen über Ausweitung
Die Ankündigung sorgt in Paris für heftige politische Debatten. Während einige Parlamentarier fordern, die Kontrollen auch auf Abgeordnete auszuweiten, regt sich von anderer Seite Widerstand. Kritiker, darunter Ex-Premier Gabriel Attal, bemängeln, dass die Tests ein Klima des Generalverdachts schaffen und dem Ansehen der politischen Institutionen schaden könnten. Hintergrund der verschärften Gangart sind unter anderem gestiegene Schmuggelmengen und blutige Revierkämpfe in französischen Großstädten.
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