Kaffeerösterei

Helmut Sachers Kaffee schlittert in die Insolvenz

Kaffeehaus
© TZ ÖSTERREICH (Archiv)
Die Traditionsrösterei Helmut Sachers Kaffee ist insolvent. Wie es mit dem bekannten Betrieb nun weitergeht, ist derzeit noch völlig unklar.
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Am Donnerstag wurde über das Vermögen der Helmut Sachers Kaffee GmbH beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Konkursverfahren eröffnet. Das gab der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bekannt. Das Unternehmen mit Sitz in Oeynhausen in der niederösterreichischen Gemeinde Traiskirchen ist eine weithin bekannte Kaffeerösterei und betreibt auch einen Lebensmittelhandel mit Kaffee.

Bereits die zweite Pleite

Für das Traditionsunternehmen, das im Jahr 1929 gegründet wurde und laut eigenen Angaben die erste CO2-neutrale Kaffeerösterei Europas ist, ist es nicht die erste finanzielle Schieflage. Bereits im Jahr 2017 musste die GmbH einen Antrag auf Sanierung einbringen. Damals konnte das Unternehmen, das vor den Toren Wiens erlesene Arabica- und Robusta-Bohnen röstet, den ausverhandelten Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent erfolgreich erfüllen.

Ursachen sind noch unklar

Warum der Betrieb nach 97 Jahren nun erneut in den Konkurs geschlittert ist, muss im Zuge des aktuellen Verfahrens erst im Detail überprüft werden. Auch zur genauen Höhe der Verbindlichkeiten sowie zur Anzahl der betroffenen Dienstnehmer und Gläubiger liegen laut dem AKV derzeit noch keine konkreten Zahlen vor.

Kein Antrag auf Entschuldung

Wie es für die legendäre Rösterei weitergeht, bleibt vorerst abzuwarten. Bisher wurden keine Anträge auf Entschuldung eingebracht, und ob solche geplant sind, wird sich erst im weiteren Verlauf zeigen. Sollte kein entsprechender Antrag vorgelegt werden, muss der Masseverwalter das vorhandene Vermögen bestmöglich verwerten. Ein allfälliges Masseguthaben würde dann am Ende des Verfahrens als Verteilungsquote an die Gläubigerschaft ausgeschüttet werden.

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