Auto-Palette

Spar-Hammer: VW-streicht die Hälfte aller Auto-Modelle

Demonstrierende VW-Mitarbeiter mit IG Metall Fahnen und Sensenmann-Kostüm vor dem Werkseingang.
© APA/AFP/JENS SCHLUTER
VW-Sparprogramm - Modellpalette wird um bis zu 50 Prozent gestrafft
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olkswagen-Chef Oliver Blume hat dem Aufsichtsrat des Wolfsburger Autobauers seinen "Zukunftsplan" vorgestellt, mit dem er den Konzern aus der Krise führen will. Er blieb dabei aber vage.

Eingangstor des Volkswagen-Werks Osnabrück mit VW-Logo und blühenden Narzissen im Vordergrund.
© Getty Images

"Wir machen den Volkswagen-Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen", erklärte Blume am Donnerstagabend nach der Sitzung. Konkrete Schritte, wie das erreicht werden soll, nannte das Unternehmen nicht. Darüber soll erst nach der Sommerpause im Aufsichtsrat gesprochen werden.

Deutlicher Produktionsrückgang

Volkswagen richte sich darauf ein, künftig im Jahr nur noch neun Millionen Fahrzeuge zu bauen - vor der Corona-Pandemie waren es noch zwölf Millionen, in den vergangenen zwei Jahren sei die Kapazität bereits um zwei Millionen reduziert worden. Nach Medienberichten stehen vier Werke in Deutschland und mindestens 50.000 weitere Stellen zur Disposition. "Trotz der erzielten Fortschritte reichen im aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld die bisher geplanten Kostensenkungen aus den vereinbarten Programmen nicht aus", sagte Finanzvorstand Arno Antlitz.

Es gehe um strukturelle Maßnahmen: "Dazu gehört, die Kostenstruktur unserer Fahrzeuge zu verbessern, ohne die Produktsubstanz zu beeinträchtigen, die Gemeinkosten deutlich abzusenken, die Effizienz unserer Werke zu steigern sowie Technologieentwicklung und Entscheidungsfindung zu beschleunigen." Unter anderem soll dazu die Modellpalette um bis zu 50 Prozent reduziert werden, die Angebotsvielfalt soll sogar um drei Viertel gesenkt werden. "Diese Handlungsbedarfe werden in dem vorgelegten Zukunftsplan adressiert", sagte Antlitz. "Dabei kommt es entscheidend auf die rasche und konsequente Umsetzung an."

Ein VW-Mitarbeiter mit IG Metall-Tasche protestiert am Werk Wolfsburg gegen geplanten Stellenabbau.
© APA/AFP/POOL/LISI NIESNER

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