Die 25-jährige Influencerin scrollte im Internet, als sie auf das Foto eines fremden Mannes stieß. Auf seinem Körper war das Gesicht einer jungen Frau tätowiert.
Zunächst wusste Wailcester nicht, warum ihr das Motiv so bekannt vorkam. Dann die Erkenntnis: Das Tattoo zeigte ihr eigenes Gesicht.
"Ich dachte: Verdammt, das bin ja ich", erinnert sie sich gegenüber der französischen Zeitung "Le Parisien". Den Fund beschreibt sie als surreal und auch ein wenig beängstigend.
Doch damit war die Geschichte längst nicht vorbei.
Mindestens 20 Menschen tragen ihr Gesicht
In den folgenden Jahren entdeckte Wailcester immer mehr Tattoos mit ihren Gesichtszügen. Mittlerweile weiß sie von mindestens 20 Menschen, die ihr Gesicht dauerhaft auf ihrem Körper tragen.
Wie viele es tatsächlich sind, weiß die Französin nicht. "Stellen Sie sich vor, wie viele Bilder ich noch gar nicht entdeckt habe", sagt sie in einem TikTok-Video.
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Die Spur führte schließlich zu Pinterest. Dort waren Fotos aus Wailcesters Social-Media-Profilen aufgetaucht.
Tätowierer nutzte ihre Fotos als Vorlage
Ein italienischer Tätowierer namens Alex Wahrs stieß bei der Suche nach Inspiration für Tattoos auf eines der Bilder. Anschließend wurde Wailcesters Gesicht zur Vorlage für Motive seiner Kunden.
"Ich mochte ihre Gesichtszüge wirklich sehr", erklärte der Tätowierer später. Nach eigener Darstellung habe er die Vorlage für seine Arbeiten verändert.
Besonders ungewöhnlich: Einige der verwendeten Fotos entstanden, als Wailcester erst 16 Jahre alt war. Ihr erstes Ebenbild auf einem fremden Körper entdeckte sie mit 18.
Darf man ein fremdes Gesicht einfach tätowieren?
Ob die Tätowierer die Fotos beziehungsweise Wailcesters Gesicht für ihre Motive verwenden durften, ist rechtlich nicht eindeutig.
Wailcester hatte die Bilder selbst auf einem öffentlichen Instagram-Account veröffentlicht. Nach französischem Recht darf das Bild einer Person grundsätzlich nur mit deren Zustimmung reproduziert werden. Für Personen des öffentlichen Lebens können jedoch Ausnahmen gelten, wenn Bilder öffentlich zugänglich sind.
Wailcester könnte demnach Schadenersatz verlangen und die Tätowierer auffordern, keine weiteren Fotos der Tattoos im Internet zu veröffentlichen. Ob sie tatsächlich rechtliche Schritte einleiten will, ist bislang nicht bekannt.
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