Spenden für Roman
Kameradschaft, die Leben rettet
Der Bezirk Amstetten holte sich damit niederösterreichweit die meisten Anmeldungen. Trotz der anhaltenden Trockenheit bot die Donau beste Bedingungen für die Fahrer, die mit Kraft, Gefühl und jahrelanger Erfahrung um jeden Sekundenbruchteil kämpften.
Ein Kamerad, dessen Leben an einem Wattestäbchen hängt
Denn während am Wasser um Titel gerungen wurde, ging es an Land um etwas viel Größeres: das Leben von Roman K., einem Feuerwehrkameraden aus Korneuburg. Was in Kollmitzberg als Fest der Kraft begann, entwickelte sich zu einer Welle der Solidarität, die weit über den Bezirk Amstetten hinausreicht – denn Romans Leben hängt von einer passenden Stammzellspende ab. Wie oe24 bereits berichtete, kämpft ein ganzer Berufsstand um einen der Ihren. Und auch oe24-Leser sind herzlich zum Wangenabstrich eingeladen: am 14. August im Feuerwehrhaus Korneuburg.
Ein Mann, der selbst so oft für andere da war
Roman K. wünscht sich vor allem eines: Privatsphäre, auch zum Schutz seiner Familie. Wegen seiner Erkrankung liegt er derzeit im Krankenhaus – ein Mann, der sein Leben lang selbst im Einsatz war, um anderen zu helfen, und der nun selbst auf Hilfe angewiesen ist.
Kameraden lassen niemanden allein
Genau hier setzte die Feuerwehr an. Parallel zu den Zillenbewerben lief in Ardagger eine Stammzellen-Typisierungsaktion, bei der sich Gäste und Fahrer mit einem einfachen Wangenabstrich registrieren lassen konnten. Peter Gamsjäger, Feuerwehrkommandant von Herzogbirbaum, brachte es gegenüber oe24 auf den Punkt: „Man sieht: Die Feuerwehr ist nicht nur eine großartige Gemeinschaft – wir geben auch wirklich alles, wenn es um die Lebensrettung geht."
Noch eine Chance für alle, die helfen wollen
Wer den Termin in Ardagger verpasst hat, muss nicht bangen: Am 14. August organisiert Gamsjäger im Feuerwehrhaus Korneuburg eine eigene Typisierungsaktion. Ein Wangenabstrich, wenige Sekunden Zeit – und vielleicht die Rettung für einen Mann, der so vielen anderen das Leben gerettet hat.
Rekord auch am Wasser
Auch sportlich war der Tag ein voller Erfolg. Bezirksfeuerwehrkommandant-Stv. Josef Fuchsberger würdigte die Feuerwehr Stefanshart, die gemeinsam mit dem Bezirksfeuerwehrkommando die Bewerbe organisierte. Premiere feierte dabei Brigitte Bruckner von der FF Melk, die erstmals niederösterreichweit die Bewerbsleitung übernahm und dafür großes Lob erntete.
Unter den Ehrengästen bei der Siegerehrung: Landtagsabgeordneter Mario Wührer, Bezirkshauptfrau-Stv. Nikolaus Seitschek, Vizebürgermeister Josef Frühwirth und FF-Stefanshart-Kommandant Hannes Kammleitner.
Erla dominiert zum 16. Mal in Folge
Die Feuerwehr Erla sicherte sich die Mannschaftswertung vor Zeillern und Stefanshart – bereits zum 16. Mal in Folge geht dieser Titel an Erla. Jakob Frank und Philipp Fürst holten Bronze und Silber ohne Alterspunkte im Zweier-Bewerb, Frank wurde zudem schnellster Einzelfahrer. Bronze mit Alterspunkten sicherten sich Johann Ruthner und Manfred Tagwerker von der FF Stefanshart, Silber ging an Karl Guttenbrunner und Franz Hausleitner von der FF Erla. Günther Fuchs gewann den Zilleneiner mit Alterspunkten. Bei den Frauen dominierte Elisabeth Lehmann von der FF Pinnersdorf.
Zillen – mehr als nur Sportgerät
Nicht vergessen werden darf: Diese schmalen Boote sind bei Hochwassereinsätzen oft das einzige Mittel, um Menschen und Tiere aus höchster Not zu retten. Wer hier trainiert, trainiert fürs echte Leben.
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Blick nach vorne
Im kommenden Jahr wandert der Wettkampf zur FF Allhartsberg – kurz darauf folgen sogar die Landesbewerbe. Begleitet vom Musikverein Stefanshart nahm die Feuerwehr Allhartsberg nach der Siegerehrung die Bewerbsfahne feierlich entgegen.
Fazit: Zwischen Zielflagge und Krankenbett zeigte dieser Tag, was Kameradschaft wirklich bedeutet – manchmal entscheidet ein Wattestäbchen über ein ganzes Leben, und eine ganze Feuerwehr ist bereit, dafür zu kämpfen.
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