Sa., 19 Uhr
Kanada will WM-Traum gegen Marokko fortsetzen
Wie wichtig der Bayern-München-Spieler für die Ahornblätter ist, bewies er im Sechzehntelfinale gegen Südafrika: Die Einwechslung des 25-Jährigen änderte den Charakter des Spiels völlig. 1:0 hieß es dann durch ein Tor Stephen Eustaquios in der Nachspielzeit.
Das Resultat bescherte den Kanadiern nun ein Duell mit vor Selbstvertrauen strotzenden Maghrebinern. Marokko warf im Sechzehntelfinale die Niederlande im Elfmeterschießen aus dem Bewerb, errang in der Gruppenphase gegen Brasilien ein Unentschieden, war vor vier Jahren in Katar im Semifinale und gewann heuer nach einem skandalösen Heimfinale gegen den Senegal den Afrika-Cup am grünen Tisch. Die Marokkaner sind daher eine ganz andere Hausnummer als Gegner für Kanada und dürften im Achtelfinale zu favorisieren sein.
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Kanadas Hoffnung: Davies, Fitness und Underdog-Dasein
Neben Davies hofft Kanadas Coach Jesse Marsch, einst Trainer bei Red Bull Salzburg, auf die größere Fitness seines Teams: "Wenn man auf die Laufdaten unserer Spiele schaut, haben wir den Platz gut abgedeckt, und wir haben die Spiele auf diese Art und Weise gemanagt", sagte der US-Amerikaner. Dazu kam, dass die Marokkaner einen Tag später spielten und die Niederlande erst im Elferschießen bezwangen, während den Ahornblättern der Siegestreffer in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit gelang. Für Marokko will Marsch "unsere Identität nicht ändern", aber man bediene sich taktischer Anpassungen, um sich auf den jeweiligen Gegner einzustellen.
Des Außenseiter-Status ist sich Marsch ebenfalls bewusst und sieht darin durchaus eine weitere Chance: "Wir wissen, dass uns jeder abschreibt, und darin liegt eine Chance."
Marokkaner voller Selbstvertrauen
Den "Löwen vom Atlas" scheint dies alles egal zu sein: Sein Team habe sich nach dem Rauswurf der Niederländer Respekt verdient, sagte Coach Mohamed Ouahbi nach dem Sechzehntelfinale. "Wir haben das niederländische Team komplett dominiert." Tatsächlich waren die Marokkaner über weite Strecken spielbestimmend. Ouahbi führte das Auftreten auch auf eine Änderung der Mentalität bei Marokko durch den Einzug ins WM-Semifinale vor vier Jahren zurück.
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Entsprechend werden sie auch gegen Kanada mit vollem Selbstvertrauen an das Spiel herangehen. "Niemand kann uns stoppen, wenn wir den Fußball spielen, zu dem wir in der Lage sind", sagte der Teamchef. Ouahbi warnte aber auch: "Niemand ist unschlagbar. Wenn wir Dinge falsch machen, fahren wir nach Hause." Und ergänzte: "Wir müssen sicherstellen, dass wir alle Möglichkeiten haben und dass wir auch alle diese Mittel nutzen, die wir in unserem Repertoire haben, um so weit zu kommen wie wir können."
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