Erstes Land

WhatsApp-Benutzernamen sollen verboten werden

Nahaufnahme des WhatsApp-Logos auf einem Smartphone-Bildschirm.
© APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
Die neuen WhatsApp-Benutzernamen können bereits reserviert werden. In Indien wird die Einführung der Funktion nun vorerst ausgebremst.
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Obwohl die Benutzernamen-Funktion bei WhatsApp noch nicht aktiv ist, können Nutzer ihre gewünschten Benutzernamen bereits reservieren. Im größten WhatsApp-Markt der Welt mit über 853 Millionen Nutzern stößt die Einführung jedoch auf Widerstand.

Regierung verlangt Prüfung

Das indische IT-Ministerium hat Meta aufgefordert, die Einführung der Username-Funktion zu pausieren, bis eine Prüfung abgeschlossen ist. In der Mitteilung heißt es: "Sie werden angewiesen, diese Funktion erst dann einzuführen, wenn die derzeitige Prüfung zur Zufriedenheit der Regierung abgeschlossen ist."

Sorge vor Missbrauch

Hintergrund ist die Befürchtung, dass die neue Funktion für Online-Betrug, Phishing und Identitätsdiebstahl missbraucht werden könnte. Kriminelle könnten Opfer unter gefälschten Namen anschreiben und ihnen Nachrichten senden.

Die Benutzernamen-Funktion selbst ist derzeit noch nicht aktiv. Möglich ist aktuell lediglich die Vorab-Reservierung von Usernamen. WhatsApp will damit einen häufig erwähnten Makel beseitigen, dass der Dienst ausschließlich auf Handynummern setzt.

Handynummer bleibt bestehen

Die Benutzernamen ersetzen die Handynummer jedoch nicht. Sie sollen lediglich ermöglichen, bei neuen Chats statt der Handynummer den Benutzernamen weiterzugeben. Dadurch soll die Handynummer besser geschützt werden.

Genau darin wird aber auch ein Risiko gesehen. Kriminelle könnten über geschickt gewählte Benutzernamen gezielt Opfer anschreiben.

Meta muss sich nun in Indien innerhalb weniger Tage gegenüber offiziellen Stellen dazu erklären, wie die Funktion arbeitet, welche Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch vorgesehen sind und ob sie den indischen IT-Gesetzen entspricht.

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