Dolomiten-Zoff

"Kein Disneyland": Porsche-Ausfahrt sorgt für Wut

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Eine organisierte Porsche-Tour durch die Dolomiten sorgt derzeit für heftige Kritik in Südtirol. Der Grund: Viele Einheimische fühlen sich von den PS-starken Kolonnen und dem Lärm zunehmend belästigt.
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Ausgangspunkt der Debatte ist ein Werbevideo der Porsche Zentren Berlin, die eine exklusive 12-Pässe-Tour inklusive Helikopterflug über die Dolomiten bewerben. Mehrere Tage lang fahren die Teilnehmer mit ihren Sportwagen über die bekanntesten Alpenstraßen und übernachten in einem Fünf-Sterne-Hotel. Solche Touren werden von verschiedenen Porsche-Zentren angeboten und kosten pro Person mehr als 2.000 Euro.

"Völlig respektlos"

Unter dem Werbebeitrag hagelte es innerhalb weniger Tage Hunderte kritische Kommentare. Viele Nutzer werfen den Veranstaltern vor, die Dolomiten als Kulisse für eine PS-Show zu missbrauchen. Andere schreiben, Südtirol sei "kein Disneyland" und solche Auto-Kolonnen seien eine enorme Belastung für Natur und Bevölkerung.

Besonders Anwohner entlang der Passstraßen klagen über den Lärm. Gerade an Sommerwochenenden würden unzählige Sportwagen und Motorräder durch die Berge fahren. Dass diese Fahrten nun auch noch offensiv beworben würden, sorgt bei vielen für zusätzlichen Ärger.

Südtirol will durchgreifen

Der Konflikt kommt nicht von ungefähr: Seit Jahren versuchen mehrere Gemeinden in Südtirol, den Verkehr auf den beliebten Dolomitenpässen einzudämmen. Immer wieder wird über Zufahrtsbeschränkungen oder Reservierungssysteme diskutiert, um die Belastung für Anrainer und Umwelt zu reduzieren. Die aktuelle Porsche-Tour hat die Debatte nun erneut angeheizt.

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