Digital bezahlen

Klingbeil: Schluss mit "Cash only" in Geschäften

Lars Klingbeil (SPD)
© Getty
"Cash only" soll nun ebenso unzulässig werden wie die reine Kartenkasse ohne Bargeld: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat Eckpunkte für eine neue gesetzliche Regelung vorgelegt, nach denen Shops, Restaurants und Dienstleister künftig neben Scheinen und Münzen eine digitale Bezahlart anbieten müssen.
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Gelten soll die neue Pflicht bereits im Jahr 2027, auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht das Versprechen der Wahlfreiheit an der Ladenkasse.

Euro-Bargeld ist ein gesetzliches Zahlungsmittel, Händler müssen es grundsätzlich annehmen. Die Karte ist Privatsache. Deshalb bleiben viele Spätis, Imbisse und Kneipen bei bar. Umgekehrt haben Cafés und SB-Kassen das Bargeld per Schild ausgeschlossen – das ist zulässig, wenn Kunde und Händler das so vereinbaren. Laut Bundesbank liefen zuletzt 55 Prozent der Transaktionen bargeldlos, meist per Debitkarte.

Änderung kostet Geld

Klingbeil argumentiert: Viele wollen digital zahlen, werden aber am Tresen oder erst ab einem Mindestbetrag abgewiesen. Umgekehrt sollen Menschen ohne Konto oder mit defektem Terminal nicht vor verschlossenen Türen stehen. Es gebe keine Umsatzgrenze und keine Extra-Gebühr für den Kunden – das gelte für Schokoriegel und Friseurbesuch. Welches Verfahren der Ladenbesitzer wählt, bleibt ihm überlassen, mindestens ein europäisches muss dabei sein. Vereine und Wohltätigkeit dürfen bar bleiben, Härtefälle will das Ministerium noch prüfen.

Für kleine Betriebe ist diese Änderung keine Kleinigkeit: Terminals und Transaktionsgebühren kosten Geld. Die Bundesbank hat vorgerechnet, dass Barzahlung oder Girocard für Händler oft am günstigsten sind.

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