Ex-Signa-Projekt

Lamarr wird zu "Grand Museum Residences"

Absperrzaun mit Werbung für "Grand Museum Residences" vor Baustelle mit Gerüst und Kran in Wien.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Das ehemalige Signa-Prestigeprojekt Lamarr trägt nun den Namen "Grand Museum Residences". In dem Gebäudekomplex, der unter der Stumpf Gruppe realisiert wird, sollen 200 Eigentumswohnungen sowie ein Geschäftsquartier auf rund 12.000 Quadratmetern entstehen.
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Der neue Markenauftritt - offenbar an die umliegenden Museen angelehnt - prangt bereits auf den Zäunen rund um den Bau auf der Mariahilfer Straße in Wien. Fertiggestellt soll das Projekt Anfang 2028 sein.

Auf der Webseite werden die "Grand Museum Residences" mit einem "exklusiven Gesamtkonzept" beworben, das neben Appartements zwischen 35 und 270 Quadratmetern Wohnfläche unter anderem ein Fünf-Sterne-Hotel sowie "luxuriöse Dachgärten" umfasst. Außerdem wird den künftigen Mieterinnen und Mietern ein privater Fitnessraum sowie ein Concierge-Service geboten.

Laut Stefan Zöser, Geschäftsführer der Stumpf Development, ist das Interesse an den Wohnungen groß. Es gebe bereits Hunderte Vormerkungen, sagte er unlängst zu den "Salzburger Nachrichten", die zuerst über den neuen Markenauftritt berichteten, und dem "Standard". Im Herbst soll mit dem Verkauf begonnen werden, die Preise stehen nach Zösers Angaben noch nicht fest.

Öffentlicher Park auf dem Dach bleibt

Ebenso kommen wird die öffentlich zugängliche, begrünte Dachterrasse, die insbesondere dem Bezirk Neubau ein großes Anliegen war. Mit der Stadt war einst ein Nutzungsrecht vereinbart worden, ein sogenanntes Servitut, das vertraglich festgezurrt wurde.

Laut Rathaus ist keine Fertigstellungsanzeige für das Gebäude möglich, wenn die Vereinbarung nicht eingehalten wird. Vorgesehen ist ein Dachpark ohne Konsumzwang auf rund 1.000 Quadratmetern im hinteren Teil des Komplexes. Geschlossen wird das Freiluft-Areal lediglich in der Nacht. Für die Instandhaltung ist der Eigentümer zuständig.

Benko-Pläne um Lamarr-Kaufhaus gescheitert

Ursprünglich hätte nach den Plänen der zusammengebrochenen Signa-Gruppe von René Benko am Areal des ehemaligen Leiner-Gebäudes ein Shopping-Tempel errichtet werden sollen. Nach der Signa-Pleite übernahm der Wiener Investor und Bau-Tycoon Georg Stumpf den mittlerweile abgerissenen Rohbau und überarbeitete das Konzept grundlegend.

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