ÖVP Warnt

Rekord bei Suspendierungen an  Schulen

Ein Junge wird in der Schule von anderen schikaniert, während jemand das Geschehen filmt.
© Getty Images
Übergriffe, gefährliche Drohungen und verbale Gewalt - die Zahl der Suspendierungen an Wiens Schulen hat einen neuen Höchststand erreicht. Die ÖVP wirft der Stadt vor, die Zahlen schönzureden und  fordert erneut ein umfassenden Maßnahmenpaket gegen Gewalt an Schulen.
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Im abgelaufenen Schuljahr wurden in Wiener Schulen insgesamt 831 Suspendierungen ausgesprochen. Die Quote liege damit nahezu auf dem Niveau (784) des vergangenen Schuljahres, hieß es seitens der Bildungsdirektion am Dienstag.

Vor der Corona-Pandemie im Schuljahr 2018/19 gab es hingegen nur 334 Suspendierungen. "Das ist Höchststand bei den Suspendierungen an Wiens Schulen und eine Steigerung um 150 Prozent“, warnt Harald Zierfuß, der scharfe Kritik an der rot-pinken Stadtregierung übt. "Es ist fahrlässig und verantwortungslos, diesen Höchststand schönzureden oder relativieren zu wollen", so der ÖVP-Klubobmann weiter.

© ÖVP WIen

Hoher Aufwand nach Vorfällen

Schließlich gehe jeder einzelnen Suspendierung in der Regel ein schwerwiegendes Fehlverhalten voraus, das sowohl den Unterricht, aber auch den Schulalltag sowie Lehrkräfte, Schulleitung und Mitschüler massiv belastet. Danach beginnt ein aufwendiger administrativer Prozess mit Dokumentation, Elterngesprächen, Behördeneinbindung sowie zahlreicher organisatorischer Maßnahmen. "Diese Ressourcen fehlen letztlich dort, wo sie eigentlich gebraucht würden: Im Unterricht und bei der Förderung von Schülerinnen und Schülern", betont Zierfuß.

Nur 58 Vollzeit-Schulsozialarbeiter

Besonders alarmierend sei, dass körperliche Übergriffe, gefährliche Drohungen und verbale Gewalt die häufigsten Suspendierungsgründe darstellen. Die ÖVP erneuert deshalb ihre Forderung nach einem Maßnahmenpaket gegen Gewalt. Verlangt werden eine transparente Anzeigenstatistik, soziale Kompetenztrainings bereits in Kindergärten und Volksschulen und eine flächendeckende Gewaltprävention an allen Pflichtschulen.

Zudem soll jede Schule einen eigenen Schulsozialarbeiter erhalten - das sei eigentlich auch eine langjährige Forderung der NEOS, erinnert Zierfuß. "Zu Beginn dieses Schuljahres standen wir jedoch bei 58 Vollzeit-Schulsozialarbeiter für rund 500 Pflichtschulen. Das ist fahrlässig und verantwortungslos. Lehrkräfte und Schulleitungen dürfen mit schwierigen und gewalttätigen Situationen nicht länger allein gelassen werden", sagt der Klubomann abschließend.

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