Minopolis 2.0?

Linzer Paar plant eigene Stadt für Kinder

© Getty Images
Eine Stadt, in der Kinder selbst entscheiden, ausprobieren und Verantwortung übernehmen: Genau das wollen Robert Pervan und seine Frau Katharina mit der "Kids City Austria" schaffen. Das Projekt soll Kindern wichtige Fähigkeiten für den Alltag vermitteln – ganz ohne klassischen Schulunterricht.
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Die Idee klingt ungewöhnlich: Statt nur zuzuhören, sollen Kinder selbst aktiv werden. In der geplanten "Kids City" übernehmen sie verschiedene Rollen, lösen Aufgaben und erleben Situationen, die ihnen später auch im echten Leben begegnen können.

Das Konzept richtet sich laut Projektbeschreibung an Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Geplant ist eine rund 3.500 Quadratmeter große interaktive Stadt, in der Themen wie Gesundheit, Wirtschaft und digitale Kommunikation praktisch vermittelt werden.

Lernen durch Ausprobieren

Im Mittelpunkt steht das Prinzip "Learning by Doing". Die Kinder sollen eigene Entscheidungen treffen, Fehler machen dürfen und anschließend aus ihren Erfahrungen lernen.

Dabei geht es unter anderem um Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamarbeit, Problemlösung und kritisches Denken. Begleitet werden die Erfahrungen vom Konzept KISE – Kids IQ Skill Europe. Eine digitale App soll dabei helfen, die Entwicklung verschiedener Kompetenzen sichtbar zu machen.

Erste Tests als Pop-up geplant

Noch existiert die große Kinderstadt allerdings nicht. Zunächst soll das Konzept in einer temporären Pop-up-Kids-City in Oberösterreich getestet und weiterentwickelt werden. Langfristig ist laut den Projektangaben ein dauerhafter Standort in Oberösterreich bei der PlusCity für 2027 geplant.

5.000 Euro für die Idee

Das Projekt bekam bereits Rückenwind: Bei "Linz hACkT 2026" überzeugte "Kids City Austria" in der Kategorie Social Entrepreneurship. Das Team rund um Robert Pervan erhielt dafür ein Preisgeld von 5.000 Euro. Die Jury hob besonders den Ansatz hervor, emotionale Intelligenz und Grundkompetenzen für Kinder praktisch erlebbar zu machen.

Die Vision der Initiatoren: Kinder sollen nicht nur Wissen auswendig lernen, sondern verstehen, wie die Welt um sie herum funktioniert – und dabei lernen, selbstständig ihren Weg zu finden.

Erinnerungen an Minopolis

Die Idee einer eigenen Stadt für Kinder erinnert in Österreich an Minopolis – die Stadt der Kinder in Wien. Dort konnten Kinder in einer eigenen Erlebniswelt verschiedene Berufe ausprobieren und spielerisch in die Welt der Erwachsenen eintauchen. Minopolis wurde 2013 geschlossen. Mit der geplanten "Kids City Austria" soll nun ein neues Konzept entstehen, das ebenfalls auf praktisches Erleben und Lernen setzt – diesmal in Pasching.

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