Schloss Mönchstein
Logenplatz über der Festspielstadt Salzburg
Das Schloss erreicht man mit dem Auto über den Stadtteil Mülln, zu Fuß über den Mönchsberg oder mit dem Mönchsberg-Aufzug. Innerhalb weniger Minuten tauscht man Altstadttrubel gegen Ruhe und den Blick über Salzburg. Wenn sich unten die Massen durch die Gassen drängen, zieht man hier oben seine Bahnen im 20 Meter langen Outdoor-Pool, entspannt im Whirlpool oder gönnt sich im Spa mit finnischer Sauna eine Massage. Die Geschichte des Schlosshotels reicht bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück. Erstmals erwähnt wurde damals der sogenannte Tetelheimer Turm. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Ort immer wieder neu genutzt – unter anderem als Rückzugsort für die „Herren Professoris„ des Stifts St. Peter. Das bis heute erhaltene Turmzimmer diente damals sogar als astronomische Forschungsstation.
Treffpunkt der Gesellschaft
Dank Erzbischof Paris Lodron entwickelte sich das Schloss später zu einem beliebten Treffpunkt der Gesellschaft. Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem Katharina von Russland, die Fürstin von Liechtenstein oder Alexander von Humboldt. Seit 1948 wird das Schloss als Hotel geführt und beherbergt heute 24 individuell gestaltete Zimmer und Suiten. Seit 2009 führt Samantha Teufel als Direktorin das Hotel. Die gebürtige Südafrikanerin, die in einer Gastronomenfamilie aufgewachsen ist, beschreibt das Haus für ihre Gäste als „Home away from Home„. An Geschichten aus dem Schlossalltag mangelt es ihr nicht. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihr etwa die „Rent Your Castle„-Buchungen. Eine davon wurde mit einer Dinner-und-Crime-Inszenierung kombiniert, allerdings ohne Vorwarnung für die Gäste und einen Großteil der Mitarbeiter. Die Geschichte war so echt inszeniert, dass einer der Mitarbeiter tatsächlich die Feuerwehr alarmierte.
Auch interessant
Ausgezeichnete Kulinarik
Zum Aperitif trifft man sich in der Apollo Bar unter der futuristisch anmutenden Glas-Stahl Kuppelkonstruktion des Salzburger Architekten Volkmar Burgstaller bevor es weiter ins Gourmetrestaurant "The Glass Garden„ geht – ausgezeichnet mit vier Gault-Millau Hauben und einem Michelin-Stern. Mittendrin zieht die mundgeblasene Glasskulptur „Chrysolite Aqua Tower„ des amerikanischen Künstlers Dale Chihuly alle Blicke auf sich. Seit 2024 steht Simon Wagner als Küchenchef am Herd des Hauses. Seine Küche beschreibt der Kärntner als kreativ, saisonal und produktbezogen.
Seine Gerichte wirken präzise, ohne unnötige Spielereien. „Ich konzentriere mich lieber auf zwei erkennbare Hauptdarsteller", so Wagner. Am allerwichtigsten ist ihm Qualität. Dass bei aller Spitzengastronomie auch Platz für Heimat bleibt, merkt man spätestens bei der Frage nach seinem persönlichen Lieblingsgericht: "Kärntner Kasnudel natürlich", sagt Wagner lachend. Darüber muss er keine Sekunde lang nachdenken. https://monchstein.at
von Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden