Neue Studie

Long-Covid: So gefährlich sind Nachtdienste

3D-Darstellung eines Coronavirus (COVID-19) mit Spike-Proteinen vor violettem Hintergrund.
© Getty Images
Nachtschichtarbeit und Schlafstörungen stehen offenbar in Zusammenhang mit einem dramatisch erhöhten Risiko für Long-Covid-Erkrankungen.
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Das hat ein österreichisch-spanisches Wissenschafterteam anhand einer Personengruppe aus Katalonien herausgefunden. Kyriaki Papantoniou von der Abteilung für Epidemiologie der MedUni Wien und ihre Co-Autoren beobachteten Teilnehmer an der sogenannten COVICAT-Studie mit Erwachsenen aus Katalonien in den Jahren 2021 bis 2023.

Die wissenschaftliche Arbeit ist jetzt im "Scandinavian Journal of Work, Environment and Health" online erschienen. "Nachtschichtarbeit und Schlafmerkmale wurden 2021 erfasst. Long-Covid wurde als das Auftreten von anhaltenden Symptomen (länger als drei Monate) nach einer SARS-CoV-2-Infektion definiert", stellten die Fachleute in ihrer Einleitung fest.

Die Ergebnisse waren eindeutig. "In dem zweijährigen Beobachtungszeitraum berichteten 284 der 1.899 neu (mit SARS-CoV-2; Anm.) infizierten Teilnehmer über Long-Covid-Symptome. Im Vergleich zu Tagarbeitern hatten Nachtschichtarbeiter nach Bereinigung um potenzielle Störfaktoren ein um 88 Prozent höheres Risiko, an Long-Covid zu erkranken. Bei übergewichtigen Nachtarbeitern war das Risiko noch zusätzlich erhöht", schrieben die Wissenschafter.

Auch Schlafstörungen mit erhöhtem Risiko verbunden

Auch Schlafstörungen waren mit einem erhöhten Long-Covid-Risiko verbunden. Letzteres trat in der Gesamtgruppe um 42 Prozent häufiger auf, wenn ausreichend gesunder Schlaf fehlte.

Nachtarbeiter mit chronischer Schlaflosigkeit hatten schließlich sogar ein um den Faktor 2,7 höheres Risiko für Long-Covid als Tagarbeiter ohne Schlafstörungen. Somit seien Nachtarbeit und Schlafstörungen getrennt als auch gemeinsam mit einer größeren Gefährdung verbunden.

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