Überraschend schnell kommt das türkis-blaue Meer näher. Unser Pilot hat die Twin Otter scharf nach unten gedrückt. Als das Wasserflugzeug auf den Fluten aufsetzt, gibt es einen scharfen Ruck. Es ist Beginn einer neuen Zeitrechnung. Und zwar buchstäblich. Fünfunddreißig Minuten sind wir von Malé geflogen, mitten in den UNESCO–Biosphäre-Park des Baa-Atolls. Hier gilt nicht die übliche Malediven–Zeit (drei Stunden vor MESZ), hier sind wir schon eine Stunde früher dran. Mit dem Sonnenaufgang und natürlich auch mit dem Sonnenuntergang.
Landung auf Landaa
© oe24
Schuhe sind plötzlich völlig unnotwendig
Auch sonst scheint ein neuer Lebensabschnitt zu beginnen. Schuhe sind plötzlich völlig unnotwendig, schon nach wenigen Minuten laufen wir entweder barfuß herum oder eben in Flipflops. Wir sind in Landaa Giraavaru, einer von zwei malerischen Inseln, die die Premium-Hotelkette Four Seasons auf den Malediven betreibt.
Der Sand unter den Füßen ist so fein wie Staubzucker, und die Luft schmeckt nach Salz. Es ist keine Ankunft an einem Ort – es ist das sanfte Hineingleiten in das perfekte Urlaubsfeeling. Und: Alles ist unglaublich locker. Sofort sind die Schuhe abgestreift, die lange Hose mit einer kurzen getauscht, statt einem Business-Hemd das Ruderleiberl übergestreift. Dabei übersieht man fast, dass man sich in einem High-End-Luxushotel befindet.
Landaa Giravaruu
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Four Seasons hat oe24 zum ultimativen Check auf seinen beiden Malediven-Resorts eingeladen. Den Flug zahlten wir uns selber, den Aufenthalt der Hotelkonzern.
103 Bungalows, Villen und Suiten
103 reetgedeckte Bungalows, Villen und Suiten gibt es auf Landaa. Klassiker sind die Beach Bungalows (ca. 75 m² Innenbereich) an der Nordseite und die etwas größeren Beach Villas mit einem 12 Meter langen Privatpool auf der Südseite sowie exklusive, mehrstöckige Residenzen wie das Landaa Estate.
Über das Wasser sind aber auch Water Villas & Suites auf Stelzen direkt in die Lagune gebaut. Auch die Wasservillen verfügen über private Infinity-Pools, eigene Netzhängematten über dem Meer und charakteristische Loft-Plattformen im ersten Stock für einen unverbauten Blick auf den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Meeresrauschen und springende Rochen im Licht der untergehenden Sonne inklusive.
Sie können also getrost beginnen, die Welt, die Sie bisher kannten, zumindest für ein paar Tage zu vergessen. In und um den Villas der perfekte Luxus wie Kingsize-Himmelbetten, eine riesige runde Badewanne sowie Strand-Himmelbetten, Liegen und Essplätze. Direkt davor der Indische Ozean, blau-tief – einfach wie gemalt. Im Sand die Muster der tausenden Einsiedlerkrebse, die stets präsent sind und dem Ganzen eine nette Note verleihen.
Süße Krebse auf Landaa
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Jeder bekommt ein „Manta-Telefon“
Klar, dass auf Landaa die ganze Palette des touristischen Malediven-Insel-Lebens zu zelebrieren ist: Zuerst einmal das Schnorcheln und Tauchen. Das Baa-Atoll erfreut sich immer noch einer relativ intakten Fischpopulation, auch wenn die Korallenriffe durch die hohen Wassertemperaturen immer mehr unter Druck geraten. Zumindest Schnorcheln ist also Pflicht, der ambitionierte Schnorchler bekommt denn auch gleich ein Manta-Telefon überreicht. Entdecken die Meeresbiologen einen Schwarm der riesigen Planktonfresser, die so sanft durch den Ozean schweben, läutet es – und dann sollte man sich rasch in Pier begeben. Ein Schnellboot bringt einen rasch aufs Meer hinaus, um die sanften Giganten hautnah zu beobachten. Entweder durch den Glasboden des Bootes – oder eben direkt im Meer, Seite an Seite mit den sanften Riesen.
Doch auch in Landaa selbst gibt es noch Riffabschnitte, die von exotischen Fischen bevölkert sind. Wer es versäumt, die Sonnen- mit der Taucherbrille zu vertauschen, der macht einen schweren Fehler.
Damit auch garantiert keine Langeweile aufkommt, können Sportfans vom Jetski übers Paragliding bis zum Kajak fahren wirklich alles ausprobieren. Fad wird einem da keineswegs.
Sommer-Camp: Fußball-Stars lehren den Urlaubern das Kicken
Das ist aber längst nicht alles: Bis Ende August läuft noch das exklusive Sommer Camp „Learn with Legends“. Top-Sportler wie die ehemaligen Fußballstars Arne Friedrich und Fernando Llorente bringen Groß und Klein das Kicken bei, oe24 hatte die Gelegenheit, ein frühmorgendliches Bootcamp mit dem Abenteurer Ash Dykes zu absolvieren. Er war der erste Mensch, der die Mongolei solo und ohne Unterstützung durchquerte. Auch die Kinder können Spaß haben. So bieten chinesische Trainer eine kleine – und wirklich lustige – Einführung in asiatische Kampftechniken an.
Die ganze Lockerheit ist verbunden mit Luxus: Vier Restaurants hat Landaa Giraavaru, neben dem Hauptrestaurant den am einem Bilderbuchsandstrand gelegenen Blu Beach Club (Spezialität Hummer), das orientalische Al Barakat sowie das „El Fuego“ – hier genießen Sie fangfrischen gegrillten Fisch und können die Zehen in den feinen Sand vergraben.
Ayurveda - aber eben nicht nur
Doch ein Aufenthalt am Rand des asiatischen Kontinents ist natürlich Ayurveda & Co, Thema. Das Spa- und Wellness-Zentrum des Resorts heißt AyurMa. Es ist weltweit für seinen starken Fokus auf Ayurveda, Naturheilkunde und ganzheitliches Wohlbefinden bekannt. Die Behandlungen finden in zehn luxuriösen Pavillons statt, die entweder mitten im Dschungel oder direkt über dem Wasser liegen.
Ganzheitliche Naturmedizin – das ist der Link zu der zweiten Four-Seasons-Insel – Kuda Huraa. Sind in Landaa Behandlungsstudios auf Wasser gebaut, so nimmt das Spa in Kuda Huraa auf einer eigenen Insel. Das magische Wörtchen hier heißt Urja: Umfassende Gesundheitsprogramme, geleitet von Naturheilkundlern und Physiotherapeuten. Das Angebot umfasst Lebensstil-Konsultationen, Akupunktur, Schröpfen, Reflexzonentherapie sowie Spezialbehandlungen mit mineralstoffreicher AION-A-Heilerde.
Muss man nach Landaa von Malé das Wasserflugzeug nehmen, so geht es nach Kuda Huraa viel schneller (und billiger) mit dem Schnellboot. Liegt es doch wie die Hauptstadt im Nordmale–Atoll.
Kuda Huraa im Nord-Male-Atoll
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Delfine auf Kuda Huraa
Luxuriös und locker geht es hier zu. Die Eckdaten: Das Resort verfügt über insgesamt 96 Villas, Pavillons und Suiten. Von der einfachen Strandvilla bis zur Royal Beach Villa mit drei Schlafzimmern. Die verfügt über einen Privatstrand – und kommt auf rund 28.000 Euro am Tag. Sind es in Landaa die Mantas, so locken in Kuda Huraa Hunderte Delfine, die jeden Abend aufs offene Meer hinausschwimmen - auf der Suche nach Fischen.
Delfine
© oe24
Gespeist wird in vier Restaurants, allen voran das Baraabaru, ein vielfach ausgezeichnetes Fine-Dining–Restaurant direkt über dem Wasser.
Derlei ist natürlich nicht billig: Eine Beach Villa mit Pool im Four Seasons Resort Maldives Landaa Giraavaru ist in der Nebensaison (Mai–Oktober) ab 1.700 Euro pro Nacht zu haben, in Kuda Huraa geht es schon ab 900 Euro los. Pro Tag. In der Hauptsaison (im europäischen Winter) steigen die Preise in beiden Resorts schon mal auf 3.500 bis 4.000 Euro. Dazu kommen die Kosten für Verpflegung und Transfers. Also eher was für gut Betuchte. Oder für all jene, die sich einmal im Leben etwas Besonderes leisten wollen - zum Beispiel zur Hochzeit.
Es gibt zwei Urlaubsformen:
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