In der Tiefsee
Mysteriöser Gespensterfisch erstmals gefilmt
Erstmals ist es Forschern gelungen, einen lebenden Gespensterfisch der Art Winteria telescopa in seiner natürlichen Umgebung zu filmen. Das ungewöhnliche Tiefseetier mit seinem durchsichtigen Kopf und den auffälligen Röhrenaugen wurde in rund 710 Metern Tiefe von einem Tauchroboter aufgenommen.
Die Art ist zwar bereits seit 1901 bekannt, bislang kannten Wissenschaftler sie jedoch nur aus beschädigten Exemplaren, die in Fischernetzen an die Oberfläche gelangt waren. Da die transparente, mit Flüssigkeit gefüllte Kopfkuppel außerhalb des Wassers kollabiert, war ihr tatsächliches Aussehen bisher kaum dokumentiert.
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Spektakuläre Entdeckungen
Die Entdeckung gelang während einer 35-tägigen Expedition des Schmidt Ocean Institute im Atlantik. Neben den einzigartigen Aufnahmen stießen die Forscher in fast 4.000 Metern Tiefe auf zwei bislang unbekannte Hydrothermalfelder. Dort fanden sie eine überraschend artenreiche Lebensgemeinschaft mit Garnelen, Krabben, Seeanemonen und seltenen Großflossen-Kalmaren.
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Die heißen Quellen gelten auch für die Astrobiologie als besonders interessant. Sie zeigen, dass Leben ohne Sonnenlicht allein durch chemische Energie entstehen und bestehen kann – ein Szenario, das auch auf den eisbedeckten Ozeanwelten Europa oder Enceladus möglich sein könnte. Die Wissenschaftler erwarten, dass die Auswertung der Expedition noch über Jahre neue Erkenntnisse über die kaum erforschte Tiefsee liefern wird.
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