Anrainer-Aufstand

Nach Protesten: Muslimischer Jugendverein bekommt Lokal nicht

Moderne Wohnhäuser mit Balkonen, parkende Autos und Bäume entlang der Eibengasse im 22. Bezirk.
© Google Maps
In einer Wohnanlage in der Donaustadt ist eine geplante Vermietung eines leerstehenden Lokals an einen muslimischen Jugend- oder Kulturverein vorerst vom Tisch.
OE24 auf Google bevorzugen

Rund um das ehemalige VHS-Geschäftslokal in der Eibengasse 57 im 22. Wiener Gemeindebezirk machten zuletzt Gerüchte über eine mögliche Nachnutzung durch einen islamischen Jugend-/Kulturverein die Runde. Besorgte Anrainer wandten sich daraufhin mit ihren Bedenken an die Freiheitliche Partei.

Eingang eines BILLA-Supermarkts mit parkenden Autos davor in der Eibengasse 57, Wien.
Die Eibengasse 57 im 22. Wiener Gemeindebezirk. © Google Maps
Luftbild von Wohngebäuden an der Eibengasse 57 im 22. Bezirk, mit markiertem Standort.
Die Wohnhausanlage aus der Vogelperspektive. © Google Maps

Die FPÖ-Donaustadt rund um Bezirksparteiobmann Toni Mahdalik und Bezirksvorsteher-Stellvertreter Andreas Dvorak nahmen sich der Causa an. Demnach würden sich vor allem Familien verunsichert fühlen, die Veränderungen im bislang ruhigen Wohnumfeld fürchten. Nach Gesprächen mit dem Obmann der Siedlungsunion sei klargestellt worden, dass über die künftige Nutzung des Geschäftslokals zwar noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei, eine Vermietung an einen islamischen Jugend- oder Kulturverein jedoch nicht mehr in Frage komme.

Ein Mann im Anzug steht im Garten und hält eine braune Ledertasche in der linken Hand.
Der Donaustädter FPÖ-Bezirksparteiobmann und Zweite Landtagspräsident LAbg. Toni Mahdalik. © Facebook/mahdaliktoni
Mann mit Brille im dunklen Anzug und Krawatte vor hellem Hintergrund.
FPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter DI Andreas Dvorak. © Freiheitliche Partei Österreichs

"Die vielen Rückmeldungen besorgter Bürger und der öffentliche Druck haben offensichtlich Wirkung gezeigt. Dieses Ergebnis ist ein Erfolg für Anrainer und FPÖ und zeigt auch, dass sich konsequenter Einsatz auszahlt. Die FPÖ-Donaustadt wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Gerade in sensiblen Wohngebieten müssen die Interessen und Sicherheit der Bewohner oberste Priorität haben", so Mahdalik und Dvorak in einer Presseaussendung vom Freitag.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden