Eis-Champion

Nicht Italien! Dieses Land isst in Europa überraschend am meisten Eis

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Italien? Spanien? Griechenland? Von wegen: Ausgerechnet ein Land im hohen Norden führt Europas Eis-Ranking an – und der Abstand ist überraschend groß.
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Wenn es um Eis geht, denken die meisten wohl zuerst an Italien. Gelato in Rom, Pistazieneis auf Sizilien oder eine Kugel Stracciatella am Strand gehören schließlich zum perfekten Sommerurlaub. Doch ausgerechnet beim Pro-Kopf-Konsum haben die klassischen Eis-Nationen das Nachsehen.

Estland ist laut einer Auswertung von Ninja Eiscreme der größte Eis-Fan des Kontinents: Ganze 12,5 Kilogramm Eis pro Person und Jahr werden dort gegessen. Damit landet das baltische Land noch vor Belgien mit 11,5 Kilogramm und Litauen mit 8,8 Kilogramm.

Estland ist Europas überraschender Eis-Champion

Dass ausgerechnet Estland an der Spitze landet, überrascht zunächst. Schließlich verbinden wir Eis automatisch mit Sonne, Strand und Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke.

Das Ranking zeigt allerdings genau das Gegenteil: Keines der klassischen mediterranen Eis-Länder schafft es unter die Top 3. Der Grund könnte auch darin liegen, dass Eis in nördlicheren Ländern weniger stark als reines Sommerprodukt wahrgenommen wird. Während eine Kugel Gelato im Italienurlaub oft mit Hitze und Ferien verbunden ist, wird Eis andernorts offenbar deutlich unabhängiger von Temperatur und Jahreszeit gegessen.

So viel Eis essen die Top 3 in Europa

Die Überraschung wird beim direkten Vergleich besonders deutlich:

  1. Estland: 12,5 Kilogramm pro Person und Jahr
  2. Belgien: 11,5 Kilogramm pro Person und Jahr
  3. Litauen: 8,8 Kilogramm pro Person und Jahr

Damit zeigt sich: Europas größte Eis-Fans sitzen offenbar deutlich weiter nördlich als gedacht.

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Eis wird längst nicht mehr nur im Sommer gegessen

Auch in anderen europäischen Ländern verliert Eis zunehmend seinen Ruf als reine Sommer-Nascherei. Besonders deutlich zeigt sich das derzeit in Frankreich: 40 Prozent des dort konsumierten Eises werden mittlerweile außerhalb der klassischen Sommersaison gegessen.

Herbst, Winter oder Frühling spielen also eine immer geringere Rolle. Stattdessen wird Eis zunehmend zum Snack für zwischendurch – ähnlich wie Schokolade oder andere Süßigkeiten.

Das spiegelt sich auch im Angebot wider. Neben klassischen Stieleis-, Waffel- und Becherformaten werden kleinere Portionen immer beliebter. 2025 wurden in Frankreich beispielsweise fast neun Millionen solcher Mini-Eisportionen verkauft.

Mini-Eis wird zum neuen Food-Trend

Der Trend zu kleinen Portionen dürfte nicht nur mit dem Wunsch nach einem schnellen Snack zusammenhängen. Gerade in Zeiten steigender Preise sind kleine Genussmomente gefragt, die vergleichsweise wenig kosten.

Ein kleines Eis für weniger als einen Euro ist leichter spontan gekauft als ein Dessert im Restaurant. Gleichzeitig experimentieren Hersteller immer stärker mit neuen Geschmacksrichtungen und Formaten.

Für 2026 zeichnet sich dabei noch ein weiterer Trend ab: fruchtige Sorten, veganes Eis, Sorbets und Pistazie gewinnen an Bedeutung.

Italien bleibt trotzdem das Land des Gelato

Beim Image dürfte Italien seinen Titel als Europas Eis-Nation wohl trotzdem nicht so schnell verlieren. Die Gelateria gehört dort schließlich ebenso zur Esskultur wie Pizza und Pasta.

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