FPÖ und Grüne dabei
Österreich verlängert die strategische Gasreserve
Die strategische Gasreserve, die von der Regierung 2022 angelegt wurde, wird um zwei weitere Jahre verlängert. Die entsprechende Verordnung erreichte am Montag im Hauptausschuss des Nationalrats die notwendige Zweidrittelmehrheit, sowohl die Grünen als auch die FPÖ stimmten dem Regierungsvorhaben zu. Die Gasreserve umfasst 20 Terawattstunden (TWh) und läuft damit bis zum 1. April 2029 weiter. Für die Maßnahme sind im Doppelbudget 2027/2028 insgesamt 240 Mio. Euro eingeplant.
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Gasspeicher aktuell zu 55 Prozent gefüllt
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hatte am gestrigen Sonntag per Aussendung erneut an die Oppositionsparteien appelliert, der Verlängerung zuzustimmen. Die Reserve liefert einen Polster, um die Versorgungssicherheit im Land auch bei Verwerfungen auf den globalen Energiemärkten kurzfristig zu gewährleisten. Die Menge von 20 Terawattstunden (TWh) würde im Notfall den Verbrauch von bis zu zwei Wintermonaten abdecken.
Die Gasspeicher sind hierzulande derzeit etwa zu 55 Prozent gefüllt, zeigt die AGSI-Datenbank von Gas Infrastructure Europe (GIE), das entspricht rund 55,17 Terawattstunden (TWh). Der Jahresverbrauch liegt in Österreich bei etwa 75 TWh. In der gesamten EU liegt der Speicherfüllstand bei rund 50 Prozent, 565,62 TWh Gas sind aktuell eingelagert.
Neben der strategischen Gasreserve waren mit Ende Juni in Österreich etwas mehr als 20 TWh von ausländischen Speicherkunden eingelagert, beim Großteil davon ist nicht vorab festgelegt, wohin das eingelagerte Gas verkauft wird. Ein weiterer Teil der eingelagerten Gasmengen ist für Unternehmen reserviert, ein Teil für geschützte Kunden, etwa soziale Dienste oder Krankenhäuser in Österreich. Rund 9 TWh der Ende Juni eingespeicherten Menge waren laut E-Control mit hoher Wahrscheinlichkeit für den österreichischen Markt vorgesehen, können aber auch an nicht-österreichische Kunden verkauft werden.
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