Venezuela-Beben
Vater und Sohn lebend aus Trümmern befreit
Wie Medien am Sonntag aus Caraballeda berichteten, brachten Mitglieder von US- und französischen Rettungsteams die beiden auf Tragen von einem Trümmerberg herunter. Die venezolanischen Behörden gaben die Zahl der Toten aktuell mit 1.450 an. Laut UN-Angaben werden rund 50.000 Menschen vermisst.
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Die offizielle Zahl der Todesopfer nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist damit laut Regierung nur leicht gestiegen. Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, werden bisher offiziell 1.450 Tote gezählt - 20 mehr als am Vortag. Rund 3.200 Verletzte werden nach seinen Angaben in Krankenhäusern behandelt.
"Wir befinden uns in kritischen, entscheidenden Stunden, um weiterhin Leben zu retten", sagte Rodríguez. "Die unermüdliche Suche geht weiter, der enorme Einsatz der mehr als 25.000 Rettungskräfte geht weiter". Mehr als 2.500 Wohngebäude und andere Einrichtungen sind vollständig eingestürzt oder schwer beschädigt worden, darunter fast 780 Wohnhäuser und 38 Krankenhäuser, heißt es in der jüngsten Schadensbilanz.
Zwei schwere Beben mit 39 Sekunden Abstand
Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe und der laufenden Suche nach Menschen, die unter den Trümmern vermutet werden, erscheint der kleine Sprung bei der offiziellen Totenzahl gering. Neben den geborgenen Todesopfern wurden in den vergangenen Stunden auch viele Menschen lebend gerettet, wie in Videos der Rettungsteams zu sehen war.
Zwei schwere Erdbeben hatten am frühen Mittwochabend Ortszeit (kurz nach Mitternacht deutscher Zeit) den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert. Auf das erste Beben der Stärke 7,2 folgte 39 Sekunden später ein zweites mit einer Stärke von 7,5. Es gab zudem dutzende Nachbeben. Zahlreiche Gebäude stürzten ein. Besonders schwer betroffen war der Bundesstaat La Guaira, wo sich der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen des südamerikanischen Landes befinden.
Papst sprach seine Anteilnahme aus
Papst Leo XIV. hat am Sonntag den Opfern des schweren Erdbebens in Venezuela seine Anteilnahme ausgesprochen. Beim Angelus-Gebet vor tausenden auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen zeigte sich das Kirchenoberhaupt tief betroffen über die Katastrophe mit zahlreichen Todesopfern, Verletzten und Vermissten.
Der Papst versicherte dem venezolanischen Volk seine geistliche Nähe und sein Gebet für die Verstorbenen, die Verletzten und ihre Angehörigen. Zugleich dankte er allen Einsatzkräften und Helfern, die unter schwierigen Bedingungen den Betroffenen beistehen und Hilfe leisten. Leo XIV. sprach den Opfern Trost und den Verletzten eine baldige Genesung zu. Zudem rief er zum Zusammenhalt in dieser schweren Zeit auf.
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