Deutschland-Kapitän

Peinliches Aus! Kimmich bricht sein Schweigen

© APA/AFP/JEWEL SAMAD
Zwei Tage nach dem peinlichen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay richtet DFB-Kapitän Joshua Kimmich emotionale Worte an die Fans und spricht offen über die riesige Enttäuschung beim Turnier.
OE24 auf Google bevorzugen

Das bittere Scheitern bei der Weltmeisterschaft in Boston beschäftigt die deutsche Nationalmannschaft weiterhin intensiv. Der 31-jährige Kapitän Joshua Kimmich nutzte nun seine Social-Media-Plattform mit 8,7 Millionen Followern, um sein Schweigen zu brechen und ehrliche Einblicke in seine Gefühlswelt zu geben. Für den Mittelfeld-Star des FC Bayern München, der beim Turnier unter Bundestrainer Julian Nagelsmann als Rechtsverteidiger auflief, ist es ein weiterer schwerer Rückschlag in seiner Nationalteam-Karriere.

Emotionale Worte an die Fans

Kimmich machte aus seiner tiefen Enttäuschung keinen Hehl und schrieb auf der Plattform: "Ich bin gerade einfach nur leer und mir ist überhaupt nicht danach, mich zu melden. Aber es gehört dazu, sich auch diesen Situationen zu stellen. Gemeinsam hatten wir vor, eine sehr erfolgreiche WM zu spielen, Deutschland würdig zu vertreten und einen kleinen Beitrag für eine positive Entwicklung in unserem Land zu leisten. Und wir sind gescheitert. Mal wieder. Und das macht mich fertig."

Die dritte bittere Weltmeisterschaft

Für den Profi war das Turnier in den USA bereits die dritte Weltmeisterschaft nach den Jahren 2018 und 2022, bei denen Deutschland jeweils in der Vorrunde ausschied. Dieses Mal trug er jedoch zum ersten Mal die Rolle des Kapitäns, was die Last des erneuten Scheiterns für ihn persönlich spürbar vergrößert.

Kimmich betonte in seiner Nachricht, wie viel ihm diese Aufgabe bedeutet hat: "So stolz ich darauf bin, Kapitän dieser Mannschaft zu sein und so besonders es für mich war, sie in das Turnier führen zu dürfen, so groß ist die Enttäuschung darüber, wie es für uns gelaufen ist."

Fokus auf die Zukunft

Ein vorzeitiges Ende in der Nationalmannschaft kommt für den Rechtsverteidiger trotz des Rückschlags nicht infrage. Einen Rücktritt hatte er bereits unmittelbar nach dem Abpfiff der Partie am Montag ausgeschlossen.

Auch in seinem aktuellen Statement stellte der Führungsspieler klar: "Aufgeben ist für mich niemals eine Option. Um wieder klarzukommen, werde ich aber sicher mehr als ein paar Tage brauchen. Vielen Dank an alle, die an uns geglaubt und uns begleitet haben. Wir hätten Euch allen und auch uns gerne mehr zurückgegeben." Trost sucht der 31-Jährige nun im Urlaub im Kreis seiner Familie mit Ehefrau Lina und den gemeinsamen vier Kindern, um danach sportlich wieder neu anzugreifen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden