Anwohner verzweifelt
Rätsel um mysteriösen Gestank am Bodensee
Seit knapp zehn Jahren erhält die Stadtverwaltung im nahe Österreich gelegenen Friedrichshafen immer wieder Geruchsbeschwerden, wie eine Stadt-Sprecherin erklärte. Verschiedene Messungen der Feuerwehr Friedrichshafen, mit denen die Geruchsstoffe identifiziert werden sollten, blieben jedoch erfolglos. Auch war es bisher nicht möglich, anhand der Hinweise einen Verursacher ausfindig zu machen.
Mief raubt Anwohnern den Schlaf
Klar ist lediglich, dass der Gestank vor allem im Osten der baden-württembergischen Stadt auftritt. Besonders rund um das Viertel St. Georgen, die Bundesstraße 31 und den Fluss Rotach werden Anwohner nachts um ihren Schlaf gebracht. Die beliebte Hafenpromenade am Nordufer des Bodensees ist hingegen nicht betroffen.
Supernasen untersuchen die Lage vor Ort
Um das mysteriöse Geruchsrätsel zu lösen, hat die Umweltabteilung der Stadt ein Gutachterbüro engagiert. Dessen Experten sollen die Geruchssituation vor Ort untersuchen. Zudem sollen die Anwohner Gerüche melden und so die schnüffelnden Supernasen unterstützen. Von der Stadt heißt es dazu: "Möglich wäre, dass der Geruch ein von der Jahreszeit abhängiges und durch das Wetter bedingtes Phänomen ist. Dies sollen die detaillierten Meldungen der Bürgerinnen und Bürger jetzt ergeben."
Bürger helfen bei der Ursachensuche
In einem offiziellen Erfassungsbogen auf der städtischen Internetseite stehen Beschreibungen wie "ranziger", "süßer", "chemischer" oder "Gülle-Geruch" zur Auswahl. Zudem sollen Datum, Uhrzeit und Windrichtung angegeben werden, um den Verursacher der Gerüche im Gebiet Friedrichshafen-Ost einzugrenzen.
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