Millionen-Poker

Red-Bull-Wirbel um Jürgen Klopp (59)

Ein Mann im hellen Outfit steht nachdenklich in einem Fußballstadion vor einer Menschenmenge.
© APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
Das gab es noch nie: Der DFB müsste für einen neuen Trainer eine Millionenablöse zahlen.
OE24 auf Google bevorzugen

Jetzt also doch: Julian Nagelsmann soll heute als deutscher Bundestrainer zurücktreten. Als klarer Favorit für die Nachfolge gilt Jürgen Klopp – doch der Wechsel könnte komplizierter und teurer werden als zunächst gedacht.

Der 59-Jährige steht allerdings noch bis 2029 als "Head of Global Soccer" bei Red Bull unter Vertrag. Wie die BILD berichtet, enthält sein Vertrag keine schriftlich festgelegte Ausstiegsklausel. Sollte der DFB Klopp verpflichten wollen, müsste daher zunächst mit Red Bull verhandelt werden.

Ein lächelnder Mann steht im Stadion, im Hintergrund sind unscharfe Zuschauerränge zu sehen.
epa13073592 Jurgen Klopp, head of global soccer for Red Bull and former soccer manager, attends the FIFA World Cup 2026 Round of 32 match Germany against Paraguay, in Boston, Massachusetts, USA, 29 June 2026. EPA/GREG COOPER © EPA

Millionen-Poker

Besonders brisant: Laut BILD würde der Konzern für eine Freigabe des Erfolgstrainers eine Ablösesumme im einstelligen Millionenbereich verlangen. Für den DFB wäre das ein Novum, denn bisher musste der Verband noch nie eine Ablöse für einen Bundestrainer bezahlen. Dem Bericht zufolge könnten die zusätzlichen Einnahmen aus dem langfristigen Ausrüstervertrag mit Nike die Finanzierung allerdings erleichtern.

Unklar bleibt, wie kompromissbereit Red Bull tatsächlich wäre. Klopp nimmt innerhalb des Konzerns eine zentrale Rolle ein und verantwortet seit Anfang 2025 die sportliche Entwicklung der internationalen Red-Bull-Klubs. Im Falle eines Wechsels müsste das Unternehmen einen geeigneten Nachfolger finden.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden