Tennis

Sabalenka sorgt mit Trans-Aussagen für Wirbel

Aryna Sabalenka
© Icon Sportswire via Getty Images
Nicht ein Ballwechsel, sondern ihre deutlichen Worte sorgen diesmal für die größten Schlagzeilen! Tennis-Weltranglistenerste Aryna Sabalenka entfachte mit ihrer Haltung zur neuen Transgender-Regel der WTA eine hitzige Debatte.
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Zur Erinnerung: Künftig sollen bei WTA-Turnieren nur noch cisgeschlechtliche Frauen startberechtigt sein. Dafür müssen Spielerinnen einmalig einen Gentest absolvieren. Eine Entscheidung, die weltweit kontrovers diskutiert wird – und zu der sich Aryna Sabalenka jetzt klar positioniert hat.

Bei einer Pressekonferenz während der Canadian Open in Montreal ließ die Weltranglistenerste keinen Zweifel an ihrer Haltung. "Ich glaube, es ist wirklich wichtig, die Fairness auf unserer Tour zu wahren", sagte die Belarussin. Männer seien biologisch stärker als Frauen, deshalb halte sie es nicht für fair, wenn trans Frauen gegen cisgeschlechtliche Spielerinnen antreten. Die neuen Gentests bezeichnete sie als "ziemlich fair".

Das Netz explodiert

Die Aussagen der 28-Jährigen verbreiteten sich in Windeseile – und sorgten für heftige Diskussionen. Viele Fans stellten sich demonstrativ hinter Sabalenka, lobten ihre klaren Worte und ihren Mut, öffentlich Stellung zu beziehen. Genauso laut fiel jedoch die Kritik aus. Zahlreiche Nutzer warfen der dreimaligen Grand-Slam-Siegerin vor, trans Frauen auszugrenzen. In den sozialen Netzwerken wurde sie unter anderem als "transphob" bezeichnet.

Sabalenkas Aussagen treffen einen Nerv. Denn die neuen WTA-Regeln spalten nicht nur die Tenniswelt. Während Befürworter darin einen wichtigen Schritt für faire Wettbewerbsbedingungen im Frauensport sehen, sprechen Kritiker von einer Benachteiligung trans Athletinnen. Mit ihrer klaren Haltung hat die Weltranglistenerste diese ohnehin emotional geführte Debatte nun erneut angeheizt.

Brisant: Sabalenka stand schon in der Kritik

Dabei ist die Diskussion um mögliche körperliche Vorteile für Sabalenka keineswegs neu. Die ukrainische Tennisspielerin Marta Kostjuk hatte im vergangenen Jahr angedeutet, dass die Belarussin aufgrund ihrer außergewöhnlichen Physis und eines natürlich höheren Testosteronspiegels Vorteile gegenüber Konkurrentinnen haben könnte.

Beeindrucken lässt sich Sabalenka davon offenbar nicht. Schon im vergangenen Jahr hatte sie sich kritisch zur Teilnahme von trans Frauen im Profitennis geäußert. An dieser Haltung hat sich nichts geändert – und mit ihren jüngsten Aussagen hat sie die Debatte einmal mehr neu entfacht.

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