Unfairer Vorteil
BH-Eklat! Dreister Schwindel bei Tour de France?
Laut Berichten des niederländischen Portals "Wielerflits" steht der Verdacht im Raum, dass einige Athletinnen BHs mit künstlicher Polsterung getragen haben. Um weitere Verstöße zu verhindern, greift der Weltverband nun durch. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, müssen sich die Fahrerinnen vor dem Start in ein Zelt begeben. Dort wird exakt zehn Minuten vor der Abfahrt kontrolliert, ob die getragene Kleidung den Richtlinien entspricht.
Aerodynamische Vorteile im Fokus
Das Ziel der mutmaßlichen Betrugsmethode ist es, den Luftstrom um den Körper gezielt zu lenken und dadurch den Widerstand zu reduzieren. Der Aerodynamik-Experte Bert Blocken erklärte gegenüber "Wielerflits", dass die zusätzliche Polsterung den Luftdruck auf den Beinen mindern könnte. Laut seinen Aussagen liegt der Zeitgewinn zwar im Bereich weniger Sekunden, könnte aber je nach Distanz entscheidend sein. Erste Beobachtungen zeigen zudem, dass die Technik bereits bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und beim Giro 2025 zum Einsatz gekommen sein könnte.
Strikte Regeln der UCI
Die Regelungen der Union Cycliste Internationale (UCI) sind in dieser Hinsicht eindeutig festgelegt. Laut Artikel 1.3.033 ihres Reglements ist es ausdrücklich verboten, den Körperbau durch Kleidung zu verändern. Kleidungselemente, deren Funktion nicht ausschließlich Schutz oder Abdeckung ist, gelten als nicht zulässig.
Sorge vor Wettbewerbsvorteilen
Dennoch befürchten mehrere Teams nach den Berichten, dass Fahrerinnen auf dem 21-Kilometer-Zeitfahren in Dijon durch diese verbotene Technik Vorteile erlangen könnten. Es bleibt abzuwarten, wie die UCI mit den Vorwürfen umgehen wird, sollte sich der geäußerte Verdacht bestätigen.
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