GPS-Systeme

"Schlimmer als gedacht": Jetzt herrscht Putin-Alarm in Europa

Zwei Soldaten in Uniform tragen einen Kranz vor einem Mann im Anzug bei einer Gedenkzeremonie im Freien.
© EPA
Ein neuer US-Test-Satellit hat massive GPS-Störungen über Europa und dem Nahen Osten nachgewiesen. Die Ausfälle betreffen nicht nur den Boden, sondern gefährden auch Satelliten im All.
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Der Versuchssatellit Pulsar-0 der US-Firma Xona Space Systems hat das wahre Ausmaß der Manipulationen im Orbit vermessen. Die Daten zeigen, dass von Frankreich bis an die Grenzen Pakistans die Signalstärke dramatisch einbricht. Während über Nordamerika alles stabil blieb, kämpft Europa mit massiven Problemen. Für die Zukunft plant das Unternehmen bereits Gegenmaßnahmen: Im Oktober sollen sechs weitere Satelliten starten, um ab dem Jahr 2027 einen ersten Basisdienst anzubieten.

Globale GPS-Störungen drohen

Von den GPS-Störungen ist auch Österreich direkt betroffen, da moderne Systeme wie Stromnetze, Flugzeuge, Schiffe und Mobiltelefone von präzisen Positionsdaten abhängen. Selbst Satelliten im niedrigen Erdorbit wie das Starlink-Netzwerk benötigen die Signale zur Navigation. Russland gab zwar zu, am Boden ein Rauschen zur Drohnenabwehr zu senden, doch die Störungen im All sind weitaus größer. US-Forscher identifizierten russische Frühwarnsatelliten der EKS-Konstellation, wie den Kosmos 2546, als Ursache für regelmäßige Impulse auf den GPS-Frequenzen.

Zwei Theorien zur Ursache

Über die Hintergründe der Signale diskutiert die Fachwelt intensiv. Der Forscher Todd Humphreys vermutet dahinter Tests für den Ernstfall und erklärte: "Ich neige dazu zu glauben, dass es sich um einen regelmäßigen Test einer Fähigkeit handelt, die im Ernstfall sehr verheerende Folgen hätte", wird er in Medienberichten zitiert. Demgegenüber steht eine andere Vermutung von Richard Bowden vom Raumfahrtunternehmen GMV in Medienberichten. Er betont: "Es wäre eher merkwürdiges Verhalten, sowas ständig zu testen. Unsere alternative Theorie lautet daher, dass es sich bei diesen Signalen tatsächlich um sehr kurze, sehr knappe und sehr spezifische Kommunikationsnachrichten handeln könnte, die von diesen Satelliten stammen."

Schutz durch neue Flotte

Um die kritische Infrastruktur vor zukünftigen GPS-Störungen zu schützen, plant das US-Unternehmen Xona eine Flotte aus rund 300 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Diese sollen ein bis zu 100 Mal stärkeres Signal liefern, wodurch Sabotageversuche blockiert werden können. Für das Projekt wurden bereits Millionensummen eingesammelt, um die Auswirkung auf den Alten Kontinent zu minimieren.

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