Neue Hass-Attacke

Skandal-Senatorin beschimpft Mbappé erneut

Frankreichs Stürmer Kylian Mbappé beim Training bei der WM an der Bentley University in Waltham, nahe Boston.
© APA/AFP/FRANCK FIFE
Der Eklat um Kylian Mbappé geht in die nächste Runde. Nachdem eine paraguayische Senatorin den Frankreich-Star bereits rassistisch beleidigt hatte, legte sie nun vor dem WM-Viertelfinale gegen Marokko mit heftigen Beschimpfungen nach – und drohte dem 27-Jährigen sogar mit einer Klage.
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Der Skandal um Kylian Mbappé eskaliert weiter. Paraguays Senatorin Celeste Amarilla de Boccia attackierte den Kapitän der französischen Nationalmannschaft erneut öffentlich und bezeichnete ihn während einer Plenarsitzung unter anderem als "Huren****".

Neue Beschimpfungen und Klage-Drohung

Auslöser ist das hitzige WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay (1:0). Nach dem Schlusspfiff hatte Mbappé Paraguays Torhüter Orlando Gill den Handschlag verweigert. Die Senatorin behauptete daraufhin, der Real-Madrid-Star habe den Keeper angeschrien und erklärte: "Das ist nicht französisch."

Anschließend legte sie weiter nach. Frankreich stehe für Persönlichkeiten wie Jean-Jacques Rousseau, René Descartes, Victor Hugo oder Simone de Beauvoir. Sie weigere sich, dieses Erbe "auf Mbappé zu reduzieren".

Celeste Amarilla spricht in einem Sitzungssaal vor Mikrofonen.
Frankreichs Stürmer Kylian Mbappé hat die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla als "verachtenswert" und "ihres Amtes unwürdig" bezeichnet, nachdem diese ihn nach der 0:1-Niederlage Paraguays im WM-Achtelfinale rassistisch beleidigt hatte. Mbappé stellte klar, dass ihre Äußerungen nicht für ganz Paraguay stünden, und warf ihr vor, Rassismus und Hass zu verbreiten. © APA/AFP/DANIEL DUARTE

Zudem drohte die Politikerin dem Fußballstar mit rechtlichen Schritten. "Leg dich nicht mit Paraguayern an, Mbappé", sagte sie und verwies auf den früheren Brasilien-Star Ronaldinho, der 2020 in Paraguay wegen der Einreise mit gefälschten Pässen in Untersuchungshaft saß. Mbappé solle sich bei ihr entschuldigen, andernfalls könne sie ihn verklagen.

Ermittlungen laufen bereits

Bereits nach dem Achtelfinale hatte Amarilla de Boccia mit rassistischen Aussagen für internationale Empörung gesorgt. Auf X bezeichnete sie Mbappé unter anderem als "Trottel" und veröffentlichte weitere beleidigende und rassistische Äußerungen.

Mbappé reagierte damals scharf und nannte die Senatorin "eine verachtenswerte Frau" sowie "unwürdig ihres Amtes". Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari und Präsident Emmanuel Macron stellten sich demonstrativ hinter den Kapitän der "Équipe Tricolore". Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete inzwischen Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung ein.

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