Nach Hai-Attacke

So stolz ist diese Influencerin auf ihre Biss-Narbe

Ein Ammenhai biss Tayane Dalazen (37) beim Schnorcheln in den Oberschenkel. Heute zeigt die brasilianische Influencerin die auffällige Narbe immer wieder in sozialen Medien – und spricht offen über den Angriff.
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Am 9. Januar war Dalazen vor der brasilianischen Inselgruppe Fernando de Noronha zum Schnorcheln unterwegs. Mit Flossen tauchte die 37-Jährige zu den Tieren hinab.

Dann kam ein etwa zwei Meter langer Ammenhai auf sie zu. Plötzlich biss er in ihren rechten Oberschenkel und hielt sie mehrere Sekunden unter Wasser. Der Hai zog die Frau ein Stück mit sich, bevor er wieder losließ. Der gesamte Angriff wurde auf Video festgehalten. Dalazen konnte anschließend selbst wieder auftauchen.

Die Brasilianerin erklärte später, sie sei während des Angriffs ruhig geblieben. Sie habe gewusst, dass Ammenhaie normalerweise nicht als besonders aggressiv gelten. "Ich war gefroren, wartete darauf, dass der Hai mich loslässt", schilderte sie.

© taydalazen/instagram

Ihre Narbe wird zum Hingucker

Seit dem Angriff zeigt Dalazen ihre Verletzung immer wieder. Auf Instagram setzt sie ihren rechten Oberschenkel gezielt in Szene, rafft ihr Kleid hoch oder winkelt das Bein an, damit die rote, ovale Narbe zu sehen ist.

Ihre Posts zum Heilungsverlauf erreichten zahlreiche Menschen. Kurz nach dem Angriff schrieb sie unter anderem über ihr Leben sieben Tage nach dem Hai-Biss. Bereits 20 Tage später meldete sie sich mit einem Update vom Surfen zurück.

Nach 50 Tagen erklärte sie die Wunde für verheilt. Für Dalazen scheint der Angriff inzwischen zu einer Art neuer Zeitrechnung geworden zu sein: vor und nach dem Hai-Biss.

"Mein zweiter Geburtstag"

Auch das Video der Attacke veröffentlichte die Influencerin selbst. Die Aufnahmen wurden millionenfach angesehen.

Dalazen bezeichnet den 9. Januar inzwischen als ihren "zweiten Geburtstag". In Talkshows spricht sie zudem über ihre Verletzung und den Heilungsprozess.

Die Narbe sehe sie heute nicht als Erinnerung an den Schmerz. "Diese Narbe erinnert mich nicht an Schmerz, sondern an Herausforderungen, die das Leben uns bringt", sagte sie.

© taydalazen/instagram

Experten warnen vor riskanten Hai-Videos

Dass Menschen für spektakuläre Aufnahmen bewusst die Nähe zu Haien suchen, sehen Wissenschaftler allerdings zunehmend kritisch.

Der Haiforscher Kristian Parton sagte der BBC, er sehe inzwischen jede Woche Videos, in denen Menschen Haien besonders nahekommen. Es seien deutlich mehr als früher. Seine Befürchtung: Dadurch könnten künftig weitere Menschen in gefährliche Situationen geraten.

Zuletzt wurden bereits andere Hai-Vorfälle bekannt, bei denen ein Angel-Influencer beim Speerfischen schwer attackiert wurde und eine chinesische Content-Creatorin auf den Malediven von einem Hai gebissen wurde.

Für Dalazen ist der Angriff glimpflich ausgegangen. Zurück bleibt eine auffällige Narbe – und ein Video, das den Moment ihres zweiten Geburtstags für immer festhält

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