München

Spanner-Skandal auf dem Oktoberfest

Bunt geschmücktes Teufelsrad-Fahrgeschäft mit vielen Besuchern auf dem Münchner Oktoberfest.
© Getty Images
Kurz nach dem Start des Oktoberfests am Samstag sorgt ein Fall beim Teufelsrad für einen Mega-Eklat. Frauen werden dort gezielt gefilmt, wenn Dirndl verrutschen.
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Dicht zusammengedrängt sitzen zahlreiche Besucher auf dem Teufelsrad auf dem Oktoberfest. Die glatte Scheibe dreht sich im Kreis und wird immer schneller. Doch das Handy wird längst nicht mehr nur aus Spaß gezückt. Seit dem Start am Samstag wurden allein auf Instagram und Facebook mehr als 32.000 Videos hochgeladen, ohne TikTok und YouTube mitzuzählen. Viele Aufnahmen zeigen Frauen ohne Einwilligung in intimen Situationen. Dieses Phänomen ist als Upskirting bekannt.

Geld verdienen mit Oktoberfest-Videos

Laut "Euronews" belassen es manche Zuseher nicht bei einzelnen Beiträgen. Sie laden regelmäßig Material hoch, versehen es mit Schlagworten und generieren damit kostenpflichtige Abos, teilweise sogar auf Pornoseiten.

Reaktionen auf den Teufelsrad-Skandal

Die Betreiber haben bereits Maßnahmen ergriffen. Hinweisschilder untersagen das Filmen fremder Personen. Zudem werden kostenlose Radlerhosen für unter das Dirndl angeboten, vor deren Ausgabe sich lange Schlangen bilden. Oktoberfest-Chef Christian Scharpf verurteilt das heimliche Filmen als "Sauerei". Er betont jedoch, dass das "Teufelsrad" ein traditionsreiches Fahrgeschäft sei und nicht das Problem darstelle, sondern jene Personen, die die Aufnahmen anfertigen und verbreiten.

Hilfsangebote auf der Wiesn

Auf dem Festgelände gibt es Anlaufstellen für Betroffene. Der Safe Space der Aktion "Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen" bietet direkte Unterstützung. Wer Vorfälle beobachtet, sollte schnell Hilfe suchen und die Polizei verständigen. Für die Betroffenen bleiben die Aufnahmen im Internet dauerhaft und rund um die Uhr abrufbar.

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