Graf-Rivalin

36 Millionen Euro! Tennis-Legende von Ex-Mann um Vermögen betrogen

Arantxa Sánchez Vicario (links) nach dem verlorenen Finale der French Open 1995 gegen Steffi Graf.
© Getty Images
Arantxa Sánchez Vicario (54) war auf dem Tennisplatz eine der größten Rivalinnen von Steffi Graf. Abseits des Platzes lief es schlecht für sie. Die Tennis-Legende soll von ihrem Ex-Mann um Millionen betrogen worden sein.
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Arantxa Sánchez Vicario holte in den 1980er- und 90er-Jahren vier Grand-Slam-Titel und gehörte zu den größten Rivalinnen von Steffi Graf. Nun offenbarte die Spanierin in einem TV-Interview bei der spanischen Sendung "Universo Calleja" unter Tränen, dass ihr Ex-Mann sie um ihr gesamtes Vermögen gebracht haben soll.

Derzeit muss Arantxa Sánchez Vicario sogar die Hälfte ihrer Einnahmen an eine Bank abgeben und die Schulden begleichen, um nicht selbst im Gefängnis zu enden. Offenbar hat jahrelang ihr früherer Partner Josep Santacana ihre Finanzen übernommen. Die Ex-Tennisspielerin erklärte: "Ich habe mich ganz dem Tennisspielen gewidmet. Ich habe mich nie um diese Angelegenheiten gekümmert, weil ich nicht wusste, wie."

"Ich habe meinem Mann vertraut"

Sie setzte fort: "Ich habe meinem Mann vertraut, weil er der Vater meiner Kinder war. Ich habe mich blind verliebt. Doch er ist wirklich nicht der Mensch, für den ich ihn gehalten habe." Laut ihren Angaben sollen rund 36 Millionen Euro, die sie im Laufe ihrer Karriere erhalten hat, einfach verschwunden sein.

Eine Frau im bunten Kleid und ein Mann im Smoking lächeln vor blauem Hintergrund in die Kamera.
Arantxa Sánchez Vicario mit ihrem Ex-Mann Josep Santacana 2010 in Abu Dhabi. 2008 haben sie geheiratet. 2019 ließ sich das Paar scheiden. © Getty Images for Laureus

Wo genau das Geld gelandet ist, ist völlig unklar. Die 54-Jährige sagte: "Mein ganzes Geld ist verschwunden." 2012 hat sie noch in ihrer Autobiografie ihre Eltern beschuldigt, sich an ihr bereichert zu haben.

"Ich habe mich damit abgefunden"

Die Tennis-Legende war in den vergangenen Jahren mit Rechtstreitigkeiten und der Scheidung beschäftigt. 2023 stand sie wegen Vermögensverschleierung vor Gericht und konnte knapp einer Haftstrafe entgehen. Vicario erklärte: "Ich bin nicht ins Gefängnis gekommen, weil ich 50 Prozent meines Einkommens an die Bank abzahle." Um den Deal mit der Staatsanwaltschaft zu erhalten, musste sie die Taten einräumen und die Schuld auf sich nehmen. Josep Santacana wurde 2024 zu drei Jahren und drei Monaten Haft als "Cerebro" (der Kopf) der Vermögensverschiebung verurteilt.

Sie hat mittlerweile die Hoffnung aufgegeben, jemals das verlorene Geld wiederzubekommen. Vicario befand sich in dieser Zeit in einer Therapie. Die ehemalige Weltranglistenerste trauerte: "Ich habe mich damit abgefunden. Es ist, als würde ich ganz von vorn anfangen, als hätte ich nie eine Tenniskarriere gehabt."

In den 90er-Jahren war die Spanierin eine der größten Herausforderinnen von Steffi Graf (57). Sie standen sich in sieben Grand-Slam-Finalen gegenüber. Davon konnte Vicario zwei gewinnen. Am Karriereende standen auf ihrem Konto 27 Turniersiege und knapp 17 Millionen Dollar Preisgeld. Hinzu kamen noch etliche Millionen wegen unter anderem Werbedeals.

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