Ecuador-Power bei Tour

Carapaz siegt auf 18. Etappe – Jetzt wartet Königsetappe Alpe d'Huez!

Ein Radprofi im rosa Trikot fährt auf seinem Rennrad mit ausgebreiteten Armen und geöffnetem Mund über die Ziellinie einer Straße. Im Hintergrund sind Zuschauer und die Straße zu sehen.
© EPA
Richard Carapaz rast bei der Tour de France in Orcières-Merlette zum Etappensieg. Leader Tadej Pogacar schont die Beine und bläst jetzt zum großen Angriff auf den Mythos Alpe d'Huez.
OE24 auf Google bevorzugen

Richard Carapaz hat auf der 18. Etappe der Tour de France ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der Kletter-Spezialist aus Ecuador setzte sich kurz vor dem Ziel in Orcières-Merlette entscheidend aus einer Spitzengruppe ab und fuhr den Tagessieg ein. Mit 45 Sekunden Rückstand querte der Schweizer Mauro Schmid als Zweiter die Ziellinie nach 185,2 anstrengenden Kilometern.

Die Favoritengruppe um den Gesamtführenden Tadej Pogacar hielt sich im Anstieg spürbar zurück und sparte entscheidende Körner. Im Gesamtklassement liegt der slowenische Dominator weiterhin komfortable 4:32 Minuten vor Red-Bull-Star Remco Evenepoel. Im Team von Pogacar gab es allerdings Personalsorgen: Brandon McNulty musste das Rennen entkräftet aufgeben, während der Oberösterreicher Felix Großschartner als 32. mit knapp neun Minuten Rückstand im Ziel ankam und in der Gesamtwertung nun auf Rang 30 liegt.

Angriff auf die 21 Kehren

Am Freitag richtet sich der Blick der Radsport-Welt voll auf den legendären Anstieg nach Alpe d'Huez (live Sport24-Liveticker). Über 127,9 Kilometer geht es von Gap hinauf in den berühmten Wintersportort, wobei vor dem 13,8 Kilometer langen Schlussanstieg mit seinen 8,1 Prozent durchschnittlicher Steigung bereits zwei Berge der zweiten und einer der ersten Kategorie warten.

Pogacar gilt als Top-Favorit auf den Tagessieg in den berühmten 21 Kehren, da ihm ein Erfolg an diesem Mythos in seiner Palmarès noch fehlt. Ein Triumph würde seinen Namen für immer in einer der legendären Kurven verewigen. Zudem steht die historische Rekordzeit von Marco Pantani aus dem Jahr 1995 mit 36:50 Minuten im Raum, die am Freitag wackeln könnte.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden