Er kündigte eine Abschaffung der Importaufschläge für irischen Whisky nach einem Gespräch mit dem Taoiseach - dem irischen Regierungschef Micheál Martin - am Rande eines Golfturniers im irischen Doonbeg an. Die Spirituose wird derzeit wie viele andere EU-Importe in die Vereinigten Staaten mit 15 Prozent verzollt.
Auch interessant
Im Mai hatte Trump bereits "zu Ehren" des britischen Königspaars schottischen Whisky von Zöllen ausgenommen. Zuvor waren diese mit zehn Prozent verzollt worden. "Der König und die Königin haben mich dazu gebracht, etwas zu tun, das niemand sonst geschafft hat, ohne mich überhaupt darum zu bitten!", schrieb Trump nach einem mehrtägigen Staatsbesuch von König Charles III. und Königin Camilla in den USA auf der Plattform Truth Social.
Whisky und Holzfässer
Trumps damalige Zollaufhebung betraf auch den Handel von Holzfässern. Zwischen Schottland und dem US-Staat Kentucky gibt es eine tief verwurzelte Partnerschaft in der Destillerie. Während echter Bourbon in den USA ausschließlich in neuen Eichenholzfässern reifen darf, gibt es für Scotch keine entsprechende Vorschrift. Nach der Bourbon-Herstellung haben die Produzenten keine Verwendung mehr für ihre Fässer - diese gehen dann oft nach Schottland, da die dann gebrauchten Fässer weniger Holzaromen abgeben und dem Whisky subtilere Geschmacksnoten verleihen.
Durch das Ende der Zölle auf schottischen Whisky sollte die Nachfrage in den USA wieder angekurbelt werden. Das wiederum sollte die Produktion in Schottland steigern und die Nachfrage nach Holzfässern aus Kentucky erhöhen. Die Brenner im US-Staat kämpften nach Angaben des US-Spirituosenverbands mit immensen Exportrückgängen, nachdem der Hauptabnehmer Kanada zum Boykott von US-Spirituosen aufgerufen hatte. Auch Handelsbarrieren wie Zölle sorgten für einen Umsatzschwund.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden