Armin Assinger startet am Montag um 20.15 Uhr auf ORF 2 in eine neue Staffel der "Millionenshow". Ob die beliebte Quizshow danach weitergeht, ist derzeit offen.
Nach Angaben des ORF ist die Sendung noch bis Sommer 2027 finanziert. Möglich wird das auch durch eine geringere Zahl an Ausgaben, wie bereits in der vergangenen TV-Saison. Wie es danach weitergeht, sei Teil der langfristigen Planungen.
ORF muss kräftig sparen
Hintergrund sind die finanziellen Herausforderungen des öffentlich-rechtlichen Senders. Die Dreier-Koalition kürzt dem ORF ab 2027 zusätzlich 93 Millionen Euro an Vorsteuerkompensation. Damit soll das Bundesbudget konsolidiert werden.
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ORF-Chefin Thurnher warnte bereits vor den Folgen. Die Kürzung erfolge in einer Dimension und Geschwindigkeit, die "an den Grundfesten rüttelt". Auch der neue ORF-Generaldirektor Clemens Pig bezeichnete die Maßnahme als "verdammt kurzfristig".
Thurnher will deshalb den Verfassungsgerichtshof einschalten. Erste Schritte dafür wurden bereits gesetzt.
"ZiB Magazin" wird eingestellt
Wie der KURIER berichtet, wird das tägliche "ZiB Magazin" auf ORF 1 mit Jahresende eingestellt. Das vierminütige Format ist laut ORF eine der ersten Maßnahmen im Rahmen der notwendigen Einsparungen in der ORF-Information.
Ganz verschwinden soll die Marke allerdings nicht. Das "ZiB Magazin" soll künftig in einer deutlich längeren Version mit 50 Minuten bestehen bleiben. Geplant sind zehn bis zwölf Ausgaben pro Jahr.
Der ORF erwartet sich dadurch Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich und gleichzeitig mehr Wirkung bei den Seherzahlen. Zudem soll damit dem Wunsch des Publikums nach mehr Dokumentationen und Reportagen Rechnung getragen werden.
Sport könnte Sendeplatz übernehmen
Was künftig den bisherigen Sendeplatz kurz nach 20 Uhr füllt, ist noch nicht entschieden.
Nach KURIER-Informationen könnte dort künftig Sport abseits der großen Publikumsmagneten wie Formel 1 Platz finden. Damit könnte auch ein lang gehegter Wunsch von Sportverbänden nach mehr Sichtbarkeit für weniger beachtete Sportarten erfüllt werden.
Offiziell hält sich der ORF noch bedeckt. "Was auf dem Sendeplatz folgt, ist derzeit in Ausarbeitung", heißt es.
Unterhaltung besonders stark betroffen
Die größten Einschnitte kommen auf die Programmdirektion zu. 2027 sollen ihr dem Vernehmen nach rund 60 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen als noch 2026 – etwa ein Viertel des Budgets.
Besonders stark trifft das die Unterhaltung. Bereits bekannt ist das Aus für die Vorabend-Quizsendungen. Auch kleinere Formate könnten künftig gestrichen werden.
Ein Jahr "Millionenshow" kostet laut den vorliegenden Informationen rund fünf Millionen Euro. Eine Alternative zur beliebten Quizshow ist derzeit noch nicht gefunden.
"Dancing Stars" bleibt
Nicht alles fällt dem Sparstift zum Opfer. Das für das Frühjahr geplante Event-Highlight "Dancing Stars" ist gesichert. Allerdings wird es diesmal ohne Profi-Casting stattfinden. Klar ist aber auch: Die Einschnitte beim ORF sind noch nicht abgeschlossen.
Pig kündigt "Erneuerung" an
Das machte ORF-Generaldirektor Clemens Pig zuletzt auch beim ORF-Zukunftsforum deutlich. Er sprach von einer "Erneuerung an Haupt und Gliedern".
Damit dürften nicht nur einzelne Sendungen auf dem Prüfstand stehen. Auch die Strukturen des ORF könnten sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Für Armin Assingers "Millionenshow" heißt das: Nach Sommer 2027 ist derzeit alles offen.
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