In Hernals

Tunnel für Kröten und Salamander um 800.000 Euro

Erdkröte überquert eine Straße, im Hintergrund steht ein Mercedes-Auto, leichte Bewegungsunschärfe.
© Getty Images
Damit Frösche, Kröten und Salamander künftig sicher zu ihren Laichplätzen gelangen, entstehen in Hernals künftig zehn Amphibientunnel unter stark befahrenen Straßen.
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Jahr für Jahr machen sich Erdkröten, Frösche, Molche und Feuersalamander rund um den Hanslteich und den Schottenhof auf den Weg zu Teichen und Tümpeln, um sich zu paaren und ihren Laich abzulegen. Bisher waren dafür zahlreiche Freiwillige im Einsatz, die die Tiere mithilfe von Zäunen und Sammelkübeln über die Straße brachten. Die dabei gesammelten Daten liefern nun die Grundlage für die Planung der neuen Anlagen.

Betonunterführung unter einer Straße, gebaut als Durchgang für Kröten und Frösche.
Neue Unterführungen für Kröten und Frösche zum Schutz der Tiere. © ORF

Geplant sind insgesamt zehn unterirdische Querungen entlang der Amundsenstraße und der Neuwaldegger Straße. Die Tunnel werden so gebaut, dass sie auch der Belastung durch Schwerverkehr standhalten. Die Maßnahmen haben ihren Preis: Für das Projekt sind rund 800.000 Euro vorgesehen. Ein Teil der Kosten fließt später wieder ins Bezirksbudget zurück, zudem beteiligt sich auch der Bezirk Penzing mit 160.000 Euro.

Hintergrund der Investition ist der zunehmende Druck auf Amphibienbestände. Experten beobachten über längere Zeiträume einen rückläufigen Trend, der auch mit den Folgen des Klimawandels zusammenhängt. Zusätzliche Regenwassertümpel und neue Lebensräume sollen die Tiere künftig unterstützen. Die neuen Tunnel sollen dafür sorgen, dass die jährliche Wanderung für tausende Amphibien deutlich sicherer wird als dies bisher der Fall ist.

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