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US-Gigant will E-Auto-Markt von Chinesen zurückerobern

Weißer Ford Explorer Platinum SUV steht auf einem Parkplatz eines Autohauses bei sonnigem Wetter.
© Getty Images
Der US-Autobauer Ford geht beim Thema Elektromobilität in die Offensive. Ford-Chef Jim Farley kündigte eine neue Plattform an, die effizienter sein soll als die Modelle der chinesischen Konkurrenz von BYD.
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Die globale Autobranche steht unter großem Druck, da ambitionierte Hersteller aus China den Markt für Elektrofahrzeuge stark prägen. Auch in Österreich gehören Autos der Marke Ford seit Jahrzehnten fest zum Straßenbild, weshalb die Entwicklung des US-Konzerns hierzulande aufmerksam verfolgt wird. Ford-CEO Jim Farley betonte nun während einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals, dass sein Unternehmen bei Motoren, Getrieben und Wechselrichtern einen Effizienzvorteil von etwa 30 Prozent gegenüber BYD habe. Dieser Vorteil erlaube es dem Konzern, deutlich kleinere Batterien zu verbauen und so massive Kosten einzusparen.

Kleinere Akkus senken die Kosten

Die Traktionsbatterie stellt den größten Kosten- und Gewichtsfaktor bei Elektroautos dar. Mit der neuen "Universal Electric Vehicle"-Plattform (UEV) will Ford diesen Faktor deutlich reduzieren. Verantwortlich für die Neuausrichtung ist ein Entwicklerteam im kalifornischen Long Beach unter der Leitung von Alan Clarke. Als erstes Serienmodell auf der modularen UEV-Basis ist der elektrische Pickup Ford Fathom geplant, der Ende 2027 in den USA für rund 40.000 US-Dollar auf den Markt kommen soll. Ford peilt im ersten Verkaufsjahr 100.000 Einheiten an. Auch Hybridfahrzeuge der Marke sollen künftig von den entwickelten Effizienzsteigerungen profitieren.

Sparmaßnahmen treffen Standorte in Deutschland

Der Wandel hin zur Elektromobilität verlangt dem Traditionskonzern finanziell einiges ab. Im dritten Quartal sanken die Verkäufe von Ford-Elektroautos um 31 Prozent auf 34.000 Modelle, während der operative Verlust der Sparte bei gut einer Milliarde Dollar lag. Um dem entgegenzuwirken, leitete Ford Sparprogramme ein. Diese Einschnitte treffen auch Standorte im Nachbarland Deutschland: Im Werk Köln fallen Tausende Arbeitsplätze weg, und in Saarlouis wurde die reguläre Pkw-Fertigung eingestellt.

Chinesische Konkurrenz baut Netz aus

Während Ford mit Umstrukturierungen beschäftigt ist, baut der chinesische Konkurrent BYD seine Präsenz in Europa weiter aus. Besonders im süddeutschen Raum nahe Österreich eröffneten regionale Handelsgruppen bereits neue BYD-Stores, unter anderem in München, Augsburg, Memmingen und Starnberg. In den australischen Verkaufscharts konnte BYD den US-Riesen Ford bereits auf den zweiten Platz hinter Toyota verdrängen. Ob Fords angekündigte Technik-Offensive den Vormarsch der chinesischen Konkurrenz bremsen kann, wird sich an den künftigen Verkaufszahlen zeigen.

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