Neue Studie

Vögel vögeln nicht nur: Sie masturbieren auch

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Neue Forschungsergebnisse sorgen für Schmunzeln: Vögel paaren sich nicht nur, sie masturbieren offenbar auch deutlich häufiger als bisher angenommen.
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Lange gingen Forscher davon aus, dass Selbstbefriedigung bei Vögeln vor allem mit Stress, Langeweile oder Gefangenschaft zusammenhängt. Eine neue Auswertung zeigt nun jedoch ein anderes Bild: Das Verhalten ist in der Vogelwelt weit verbreitet und kommt sogar bei wild lebenden Tieren häufig vor.

Für ihre Untersuchung werteten Wissenschafter Daten von rund 120 Vogelarten aus. Das Ergebnis: Masturbation scheint ein natürlicher Bestandteil des Sexualverhaltens vieler Vogelarten zu sein.

Wilde Vögel überraschen Forscher

Besonders bemerkenswert: In freier Wildbahn wurde das Verhalten sogar häufiger beobachtet als bei Vögeln in menschlicher Obhut. Damit gerät eine lange verbreitete Annahme ins Wanken, wonach Selbstbefriedigung vor allem eine Reaktion auf Gefangenschaft sei.

Auch die Theorie, junge Vögel würden damit lediglich spätere Paarungen üben, konnte durch die Daten nicht bestätigt werden. Zwischen Jungtieren und erwachsenen Vögeln fanden die Forscher keine wesentlichen Unterschiede.

Männchen häufiger als Weibchen

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Die Studie zeigt außerdem Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Männliche Vögel zeigten das Verhalten häufiger als weibliche Tiere. Trotzdem wurde Selbstbefriedigung auch bei zahlreichen Weibchen dokumentiert.

Tierärzte sollen umdenken

Die Erkenntnisse könnten sogar Auswirkungen auf die Tiermedizin haben. Vogelhaltern wurde bisher oft geraten, ein solches Verhalten zu unterbinden. Die Forscher kommen nun jedoch zum gegenteiligen Schluss: Masturbation sei bei Vögeln weder ungewöhnlich noch grundsätzlich schädlich. Eingriffe oder Bestrafungen könnten sogar problematischer sein als das Verhalten selbst.

Die Vogelwelt bleibt voller Überraschungen

Ob Papagei, Sittich oder Wildvogel: Die neue Studie zeigt einmal mehr, dass das Liebesleben der Tiere deutlich vielfältiger ist, als lange angenommen wurde. Und manchmal liefert die Wissenschaft eben Erkenntnisse, mit denen wohl die wenigsten gerechnet hätten.

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