Quali-Rückspiel

Was soll für Rapid gegen Paide noch schiefgehen?

Ein Rapid Wien Spieler jubelt mit ausgestreckten Armen nach einem Tor, Teamkollegen im Hintergrund.
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Rapid verteidigt im Rückspiel in Wien ein 4:1.
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Bereits eine "gmahde Wiesn" für Rapid, wie man so schön sagt? Eine Frage, die sich Rapid-Fans vor dem Rückspiel in der 3. Runde der Conference-League-Quali gegen Paide Linnameeskond (Mi., 18 Uhr Uhr/live ORF & im OE24-Live-Ticker) stellen werden.

Gleichzeitig ist es aber auch ein Mindset, gegen das die Spieler der Hütteldorfer mit aller Macht ankämpfen müssen. Auch wenn die Heimreise aus Tallinn mit einem überaus komfortablen 4:1-Sieg angetreten wurde, war der Kräftevergleich nicht so eindeutig, wie die drei späten Gegentore (83., 85. & 90.+4) anmuten lassen.

"Das Ergebnis des ersten Spiels ist mir egal. Mir ist nur wichtig, dass wir eine 100-prozentige Leistung zeigen", meinte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup.

Rapid hat diesmal keinen Druck

Die Esten wussten Rapid über lange Strecken kaltzustellen, das fehlende Tempo, gepaart mit den mangelnden Lösungen in Grün-Weiß, machten diese Aufgabe aber auch wesentlich leichter.

Allerdings kann sich Paide im Allianz-Stadion keine passive Rolle leisten, immerhin müssen mindestens drei Tore aufgeholt werden. Das wiederum macht die Aufgabe der vermutlich stark rotierten Truppe ("drei bis sechs Spieler") von Hoff Thorup wesentlich einfacher.
"Es gibt für uns keine Spiele zu 'verschwenden'. Jedes Spiel ist wichtig, denn es trägt zur Entwicklung der Mannschaft bei", so der Däne.

Im Ballbesitz braucht es keine Eile, presst der Gegner hoch an oder hat selbst den Ball, öffnen sich Räume für die pfeilschnellen Angreifer des SCR. Vor allem ein Akteur hat sich einen Platz in der Startelf wohl redlich verdient: Topscorer Moulaye Haidara.

Nächstes Ziel Schottland?

Der 20-jährige Super-Joker netzte in der bisherigen Saison schon satte fünfmal, so auch doppelt gegen Paide (2:1 & 4:1). Nur der Treffer im ÖFB-Cup gegen Wienerberg kam aber nicht von der Bank, eventuell kann sich der Malier diesmal von Beginn an beweisen.

Auf Tore von der Bank war man aber auch angewiesen, weil Spieldominanz nicht immer in Treffer umgewandelt wurde. Der Coach fordert: "Wir müssen uns in diesem Bereich steigern. Aber das Positive daran ist: Wir kommen zu Chancen."
Auch wenn der dänische Coach in den bisherigen Spielen immer etwas auszusetzen hatte, sind sechs Siege nach sechs Spielen ein eigentlich perfekter Saisonstart. Allein diese Serie sollte Ansporn genug sein, um auch das zweite Duell zu gewinnen.

Sollte die durchaus machbare Hürde überstanden werden, wartet der Verlierer der Europa-League-Partie Hearts of Midlothian gegen Benfica. Nach der 6:1-Abreibung in Portugal ist sehr mit dem schottischen Vizemeister zu rechnen. Die gingen erst kürzlich mit 6:0-Gesamtscore gegen Sturm Graz unter. Auch hier sollten die Gedanken einer "gmahden Wiesn" in die Ligaphase schnell verworfen werden.

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