Weltcup-Auftakt

Windalarm: FIS verkürzt Herren-Riesentorlauf

Starke Windböen zwingen die Rennleitung zum Eingreifen. Die ÖSV-Asse müssen beim Weltcup-Auftakt auf einer verkürzten Strecke antreten.
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Blick auf die schneebedeckte Skipiste in Sölden mit rotem Startbogen und Menschen am Pistenbeginn.
Sölden ist bereit für den RTL-Start. © APA/EXPA/ JOHANN GRODER

Der Ski-Weltcup startet bei den Herren mit einer kurzfristigen Änderung. Wegen starker Windböen im oberen Streckenteil wird der Riesentorlauf in Sölden am Sonntag (1. Durchgang ab 10 Uhr, 2.Durchgang 13 Uhr, live in im Sport24-Liveticker) vom tiefer gelegenen Reservestart ausgetragen. Das bestätigten die FIS und der ORF.

Die Startzeiten bleiben vorerst unverändert. Allerdings müssen sich die Läufer auf eine kürzere Strecke einstellen.

Wind zwingt Rennleitung zum Eingreifen

Besonders im oberen Bereich des Rettenbachferners machen die Windböen Probleme. Die Rennleitung entschied deshalb, den Start nach unten zu verlegen.

Wie stark die Verkürzung die Laufzeiten und das Renngeschehen beeinflusst, ist noch offen. Eine offizielle Einschätzung, welche Fahrer von der Änderung profitieren könnten, liegt nicht vor.

Die ÖSV-Männer wollen dennoch gleich beim ersten Rennen der Saison um den Sieg mitkämpfen. Cheftrainer Marko Pfeifer hatte bereits vor dem Auftakt eine klare Ansage gemacht: "Unser Anspruch soll sein, jedes Rennen so in Angriff zu nehmen, dass wir gewinnen wollen. Und das von Sölden an."

Zwei Skifahrer in roter Teamkleidung unterhalten sich auf einer Skipiste in Sölden.
Marco Odermatt inspiziert die Strecke. © Getty Images

ÖSV jagt ersten Sölden-Sieg seit zwölf Jahren

Besonders Marco Schwarz und Stefan Brennsteiner rechnen sich Chancen aus. Schwarz wurde beim Saisonauftakt 2025 Zweiter, Brennsteiner belegte Rang vier. Raphael Haaser komplettierte das starke österreichische Ergebnis als Sechster.

Der letzte österreichische Herren-Sieg in Sölden liegt allerdings zwölf Jahre zurück. 2014 triumphierte Marcel Hirscher.

Zu den größten Favoriten zählen Titelverteidiger Marco Odermatt und Riesentorlauf-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen.

Für Odermatt steht zugleich ein Jubiläum an: Der Schweizer bestreitet laut FIS sein 200. Weltcuprennen. Mit einem weiteren Sölden-Sieg würde er zu den vierfachen Gewinnern Ted Ligety und Vreni Schneider aufschließen.

Weltcup-Debüt für ÖSV-Überraschungsmann

Auch im österreichischen Aufgebot gibt es eine Überraschung. Jakob Eisner bestreitet erstmals ein Weltcuprennen, obwohl er im Europacup bisher nicht über Platz 21 hinausgekommen ist.

Der Kärntner geht mit hoher Startnummer ins Rennen. Neben ihm stehen auch Patrick und Lukas Feurstein, Noel Zwischenbrugger sowie Joshua Sturm im ÖSV-Aufgebot.

Gruppenfoto des österreichischen Herren-Skiteams bei einer Pressekonferenz in Sölden.
Das ÖSV-Tea,m v.l.n.r.: Joshua Sturm, Noel Zwischenbrugger, Patrick Feuerstein und Jakob Eisner, 2. Riehe: Cheftrainer Marco Pfeifer, Raphael Haaser, Stefan Brennsteiner, Lukas Feuerstein, Marco Schwarz und Sportdirektor Mario Stecher © GEPA pictures

Sturm hatte beim Weltcup-Finale im März mit Platz sieben erstmals die Top Ten erreicht.

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