In einem offenen Brief warnte der Generalsekretär des Europarates, Alain Berset: "Die nächste Krise hat bereits begonnen. Sie hat zwei Namen: Geld und Macht."
Auch interessant
"Jedes Ergebnis zweifelhaft"
Berset kritisierte insbesondere die Aufhebung einer Sperre gegen den US-Spieler Folarin Balogun, die nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump erfolgte. "Wenn sich die Regeln unter Druck biegen, ist jedes Ergebnis zweifelhaft", betonte Berset und fügte an: "Der politische Einfluss hat sich auch auf das Spielfeld verlagert. Die mitten im Turnier ausgesetzte Sanktion erfolgte, nachdem ein Staatsoberhaupt den FIFA-Präsidenten angerufen hatte." Auch die UEFA reagierte scharf und erklärte, diese Entscheidung habe "eine rote Linie überschritten".
Gefahr des Insiderhandels
Zudem verurteilte Berset den Millionen-Deal der FIFA mit dem Wettanbieter ADI Predictstreet als Gefahr für Insiderhandel: "Das ist ein offenes Tor für Betrug. Und diese WM hat das Tor noch weiter geöffnet." Entgegen früherer Zusagen von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu Transparenz und Integrität zog Berset eine düstere Bilanz des Turniers: "Die Autorität von Schiedsrichtern wird infrage gestellt. Rassistische Beleidigungen [...]. Wetten auf jeden Pass, jede Karte, jede Ecke."
Um derartige Probleme künftig zu verhindern, schloss Berset mit Blick auf das Turnier 2030: "Hier ist mein Vorschlag an die FIFA: Ein Arbeitsdialog, der heute Abend beginnt, um den Integritätsrahmen der WM 2030 aufzubauen, bevor sie gespielt wird."
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden