Korrupt

WM-Skandale: Europarat rechnet mit FIFA ab

Große blaue Flagge mit weißem FIFA-Schriftzug.
© NurPhoto via Getty Images
Der Europarat zweifelt massiv an der Integrität der Fußball-WM und fordert die FIFA auf, die Rahmenbedingungen für das Turnier 2030 zu stärken.
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In einem offenen Brief warnte der Generalsekretär des Europarates, Alain Berset: "Die nächste Krise hat bereits begonnen. Sie hat zwei Namen: Geld und Macht."

"Jedes Ergebnis zweifelhaft"

Berset kritisierte insbesondere die Aufhebung einer Sperre gegen den US-Spieler Folarin Balogun, die nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump erfolgte. "Wenn sich die Regeln unter Druck biegen, ist jedes Ergebnis zweifelhaft", betonte Berset und fügte an: "Der politische Einfluss hat sich auch auf das Spielfeld verlagert. Die mitten im Turnier ausgesetzte Sanktion erfolgte, nachdem ein Staatsoberhaupt den FIFA-Präsidenten angerufen hatte." Auch die UEFA reagierte scharf und erklärte, diese Entscheidung habe "eine rote Linie überschritten".

Gefahr des Insiderhandels

Zudem verurteilte Berset den Millionen-Deal der FIFA mit dem Wettanbieter ADI Predictstreet als Gefahr für Insiderhandel: "Das ist ein offenes Tor für Betrug. Und diese WM hat das Tor noch weiter geöffnet." Entgegen früherer Zusagen von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu Transparenz und Integrität zog Berset eine düstere Bilanz des Turniers: "Die Autorität von Schiedsrichtern wird infrage gestellt. Rassistische Beleidigungen [...]. Wetten auf jeden Pass, jede Karte, jede Ecke."

Um derartige Probleme künftig zu verhindern, schloss Berset mit Blick auf das Turnier 2030: "Hier ist mein Vorschlag an die FIFA: Ein Arbeitsdialog, der heute Abend beginnt, um den Integritätsrahmen der WM 2030 aufzubauen, bevor sie gespielt wird."

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