Blitz-Lotterie

WM-Verschiebung: Wieder Wetter-Chaos um England

© Getty Images/iStockphoto
Das Wetter entwickelt sich bei dieser Weltmeisterschaft zum echten Endgegner für die Teams. Beim anstehenden Viertelfinale zwischen England und Norwegen droht wegen Gewitter-Warnungen die nächste Verschiebung.
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Für das Match in Miami sagen die Meteorologen heftige Gewitter voraus. Sollte das eintreffen, wird rund um das Hard-Rock-Stadium sofort das Unwetter-Protokoll aktiviert. Die Regeln dafür sind strikt: Sobald ein Blitz im Umkreis von etwa 13 Kilometern (acht Meilen) einschlägt, muss eine halbe Stunde gewartet werden, bevor auf dem Rasen wieder etwas passieren darf. Die Zuschauer müssen in dieser Zeit Schutz suchen. Entlädt sich ein weiterer Blitz, startet die Wartezeit komplett von vorne. Neben dem Blitz-Risiko warten auf die Spieler bei Anpfiff extreme Temperaturen von rund 33 Grad.

Der harte Wetter-Kampf

Bereits im Achtelfinale hatte England extrem mit den Bedingungen zu kämpfen. Wegen eines schweren Unwetters über dem Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wurde der Anpfiff gegen den Gastgeber, den England am Ende mit 3:2 für sich entschied, um eine Stunde nach hinten verlegt. Auch andere Teams blieben nicht verschont. Das Spiel zwischen Frankreich und dem Irak, das 3:1 endete, musste in Philadelphia wegen eines Gewitters mit starkem Regen für über zwei Stunden unterbrochen werden. In der Gruppenphase traf es zudem die Partie Mexiko gegen Ecuador (2:0), die wetterbedingt eine Stunde später angepfiffen wurde. Die Fans im Stadion wurden während der Zwangspause mit bekannten Popsongs über die Lautsprecher bei Laune gehalten.

Offene Arenen im Nachteil

Die Stadien in Philadelphia, Miami und Mexiko-Stadt haben ein großes Problem gemeinsam: Es handelt sich um offene Arenen, die dem Wetter schutzlos ausgeliefert sind. Dass es auch anders geht, zeigte das Spiel in Houston, bei dem die Holländer einen 5:1-Sieg gegen Schweden feierten. Obwohl dort ebenfalls ein schweres Unwetter wütete, hatte das absolut keine Auswirkungen auf das Match, weil das Stadion komplett geschlossen ist. Die Zuschauer durften die Arena aus Sicherheitsgründen nach dem Abpfiff allerdings vorerst nicht verlassen und wurden aufgefordert, auf ihren Plätzen zu bleiben.

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Erinnerungen an Miami-Rennen

Das Wetter in Miami ist kein unbeschriebenes Blatt. Schon das Formel-1-Rennen in diesem Jahr wurde dort zu einer echten Wetter-Lotterie. Damals waren ebenfalls starker Regen und schwere Gewitter vorhergesagt. Am Ende hatten die Teams jedoch Glück, es blieb fast vollständig trocken und Kimi Antonelli holte sich mit 19 Jahren im Mercedes den Sieg beim Grand Prix. Ob die Fußballer am Samstag ähnliches Glück mit dem Wetter in Miami haben, wird sich zeigen.

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