FIFA-Boss wehrt sich
WM-Zoff um Trinkpausen! Jetzt spricht Infantino
Die umstrittenen Trinkpausen bei der WM sorgen weiter für mächtig Zündstoff. Seit Turnierbeginn werden die Spiele in jeder Halbzeit nach rund 22 Minuten für drei Minuten unterbrochen. Offiziell soll damit die Belastung der Spieler bei den teils extremen Temperaturen in den USA, Mexiko und Kanada reduziert werden.
Doch genau diese Regel sorgt für Kritik. Denn die Unterbrechungen finden auch in überdachten und klimatisierten Stadien statt. Die FIFA begründet das mit gleichen Bedingungen für alle Teams. Viele Fans können damit wenig anfangen. In mehreren Stadien begleiteten bereits Pfiffe die Zwangspausen, die Debatte wird von Spieltag zu Spieltag lauter.
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Infantino verteidigt den WM-Aufreger
Jetzt hat FIFA-Präsident Gianni Infantino die Maßnahme erneut verteidigt. Die Pausen würden den Spielern eine wichtige Verschnaufpause ermöglichen und den Trainern die Chance geben, taktische Anpassungen vorzunehmen. "Vielleicht können Fehler korrigiert und Situationen neu bewertet werden. Danach kommen die Spieler mit voller Energie zurück", sagte der Schweizer.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt der Vorwurf, die FIFA nutze die Unterbrechungen vor allem für zusätzliche Werbezeiten und damit höhere Einnahmen. Diesen Verdacht weist Infantino entschieden zurück. Die TV-Verträge seien bereits vor Einführung der Regel abgeschlossen worden, zusätzliche Einnahmen würden dadurch nicht entstehen.
Zukunft der "Hydration-Break" noch offen
Für den FIFA-Boss überwiegen ohnehin die sportlichen Vorteile. Noch nie habe er bei einer WM eine derart hohe Intensität über die gesamte Spielzeit erlebt. Ob die Trinkpausen auch nach dem Turnier bleiben, ist allerdings offen. Die FIFA will die Erfahrungen nach der WM genau auswerten. Sicher ist schon jetzt: Kaum eine Neuerung hat bei dieser Endrunde für so viel Streit gesorgt wie die umstrittenen Zwangspausen.
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