"Zu jung & zu schön"

Italienische Prosecco-Nonne verliert Amt

© Instagram
Im italienischen San Giacomo di Veglia ist die frühere Äbtissin Aline Pereira Ghammachi ihres Amtes enthoben worden.
OE24 auf Google bevorzugen

Die gebürtige Brasilianerin wurde 2018 im Alter von 34 Jahren zur Äbtissin des Zisterzienserklosters der Heiligen Gervasius und Protasius gewählt. Damit galt sie als eine der jüngsten Klosterleiterinnen Italiens.

In italienischen Medien wurde im Zusammenhang mit dem späteren Konflikt zudem berichtet, Kritiker hätten die Ordensfrau als "zu jung und zu schön" für das Amt bezeichnet. Unter ihrer Führung wurden unter anderem Honig, Prosecco und Pflegeprodukte aus eigener Herstellung vermarktet. Dafür nutzte das Kloster auch soziale Medien und öffentliche Auftritte.

Vorwürfe gegen die Ordensfrau

Im Laufe der vergangenen Jahre kam es zu Spannungen innerhalb des Klosters. Mehrere Nonnen wandten sich mit Beschwerden an die Kirchenleitung.

Dabei wurden unter anderem Vorwürfe erhoben, die ehemalige Äbtissin habe gegen kirchliche Regeln verstoßen. Die Leitung des Klosters wurde schließlich neu besetzt.

Mehrere Nonnen verließen das Kloster

© Inastagram

Nach dem Führungswechsel verließ Pereira Ghammachi das Kloster. Fünf weitere Ordensfrauen schlossen sich ihr an. Die Frauen leben mittlerweile gemeinsam außerhalb des Klosters und setzen ihre bisherigen Tätigkeiten fort.

Ex-Äbtissin kündigt rechtliche Schritte an

Die frühere Klosterleiterin weist die Vorwürfe zurück. Gegenüber italienischen Medien erklärte sie, sie sei zu Unrecht beschuldigt worden. Nach eigenen Angaben will sie rechtlich gegen die Entscheidung vorgehen und eine vollständige Aufklärung der Vorgänge erreichen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden