Sprachassistent "Hey BMW"

Nun hören auch BMW-Modelle aufs Wort

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Jetzt bringen auch die Münchner einen smarten Helfer in ihre Autos.

Mercedes hat bei seinem neuen MBUX-System bereits einen Sprachassistenten, der per „Hey Mercedes“ aktiviert wird, an Bord (bisher in EQC und A-Klasse). Die PSA-Gruppe hat vor wenigen Tagen den Start eines ähnlichen Systems angekündigt. Und zahlreiche weitere Autohersteller haben eine solche Technologie in den Startlöchern. Wie sich nun herausstellt, zählt auch BMW dazu.

„Hey BMW“

Diese Sprachassistenten, die wir vor allem von unseren Smartphones oder vernetzten Lautsprechern kennen (Alexa, Hey Google, Siri, Bixby, etc.), basieren auf künstlicher Intelligenz (KI) und können viel mehr, als die aktuelle Spracheingabe in Autos. Bei BMW heißt das System Intelligent Personal Assistant und kann mit dem Befehl „Hey BMW“ angesprochen werden. Mit ihm können die Bedienung des Fahrzeugs sowie der Zugriff auf Funktionen und Informationen per Sprache erledigt werden. Los geht es bereits im Frühjahr 2019. Dann steht er für alle Modelle zur Wahl, die über das neue Operating System 7.0 (OS 7) verfügen. Bisher sind das das neue 8er Coupé (und Cabrio), der neue Z4 und der neue X5. Im November 2018 kommt dann noch der neue 3er hinzu. Und beim kommenden X7 wird er mit an Bord sein.

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© BMW Group
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So sieht das Interface am Display aus - bei uns spricht der Assistent natürlich Deutsch.

So funktioniert´s

Wie alle diese System lernt auch BMW‘s intelligenter Sprachassistent Abläufe und Gewohnheiten seiner Nutzer und kann diese zukünftig in den relevanten Kontext setzen. Er unterstützt den Fahrer, lernt dessen Vorlieben und weiß um bevorzugte Einstellungen wie z.B. die der Sitzheizung oder häufig angefahrene Navigationsziele („Bring mich nach Hause“). Einzigartig im Vergleich zu anderen digitalen Assistenten ist es, dass man ihm einen eigenen Namen geben kann. Es wird also möglich sein, dass man ihn mit Worten wie „Hey Auto“, „Hey Susi“, "Hey Charly" oder „Hey Superdriver“ anspricht. Er soll dabei nicht nur aufs Wort hören, sondern dem Fahrer immer zur Seite stehen, auch als lockerer Gesprächspartner („Hey BMW, was ist der Sinn des Lebens?“), der witzige Antworten liefert. Auch das können Alexa und der  Google Assistant  bereits. Dennoch stehen hier natürlich die Fahrzeugfunktionen im Mittelpunkt. Der Assistent kennt diese und kann sie auch gezielt bedienen. Auf „Hey BMW, mir ist kalt“ wird der digitale Helfer die Temperatur im Fahrzeug anpassen. Er kann auch einen Song, der gerade im Radio läuft, identifizieren oder die gewünschte Musik über die Sender heraussuchen („Bitte spiele klassische Musik“). Laut BMW wird er technisch ständig weiterentwickelt und wird zukünftig mehr und mehr Vorlieben und bevorzugte Einstellungen lernen. Mit jedem Sprachbefehl, jeder Frage und Einstellung soll er sich verbessern. Das ist das zentrale Merkmal einer KI.

Bordbuch- und Beifahrer-Ersatz

Darüber hinaus kann der smarte Helfer auch die Bedienungsanleitung ersetzen. So kann er beispielsweise Funktionen erklären („Wie funktioniert der Fernlichtassistent?“), über den aktuellen Status informieren („Ist der Ölstand in Ordnung?“) und bei Fragen weiterhelfen („Welche Warnhinweise habe ich?“). Zudem kann er den Fahrer auf Probleme aufmerksam machen („Der Reifendruck ist niedrig“), ihn an Service-Termine erinnern und direkt einen Termin vereinbaren. Weiters kann der Assistent als eine Art digitaler Beifahrer eingesetzt werden, der den Fahrer unterstützt („Hey BMW, suche die nächste Tankstelle entlang der Route“). Verbindet man ihn mit dem eigenen Kalender und Kontakten, wird die Zielführung erleichtert: Er findet Parkplätze am Zielort, informiert über Staus entlang der Route oder erinnert einen rechtzeitig daran, loszufahren. Häufig angefahrene Ziele lernt er mit. Auf Wunsch soll er das Auto dank der Anbindung an Microsoft Office 365 und Skype for Business in ein mobiles Büro verwandeln können. Auf Nachfrage kann er sich in Telefonkonferenzen einwählen oder E-Mails vorlesen.

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Auch außerhalb des Fahrzeugs

Der persönliche Assistent soll den Fahrer auch außerhalb des Fahrzeugs unterstützen, zum Beispiel über einen smarten Lautsprecher wie Google Home oder Amazon Echo zu Hause oder unterwegs über das Smartphone. Darüber hinaus ist er, neben Alexa, zukünftig kompatibel mit anderen digitalen Sprachassistenten.

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Verfügbarkeit

Der Intelligent Personal Assistant wird ab März 2019 in 23 Sprachen und Märkten  - inklusive Österreich - in einer Basisversion mit Sprachbedienung verfügbar sein. Wie eingangs erwähnt, wird er mit dem neuen BMW OS 7 und als Teil der Live Cockpitstufe Professional (6U3) angeboten. Weitere Funktionen ergänzt das Connected Package Professional. Mit dem neuen 3er kann er bereits ab November 2018 bestellt werden und ist für drei Jahre enthalten. Für die neuen Modelle X5, Z4 und 8er mit OS 7 kann die vollumfängliche Version des digitalen Assistenten ab März 2019 per Remote Software Upgrade selbstständig und ohne Besuch beim Händler installiert werden. Preise hat BMW noch nicht verraten.

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